Mitteldeutsche Zeitung: zu Griechenland
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Eine Vereinbarung mit den Geldgebern wird nun noch schwieriger,
weil die Regierung von Alexis Tsipras mit dem Selbstbewusstsein,
einen Sieg errungen zu haben, glaubt, noch entschiedener Auflagen für
Hilfen zurückweisen zu können. Das ist ein Irrtum - nicht nur wegen
geltender Verträge, sondern weil Griechenland Geld haben will, das
von den Steuerzahlern der übrigen Mitgliedstaaten stammt. Als die
Rettungsschirme über den Hellenen aufgespannt wurden, wollte man
genau diese Situation vermeiden, die nun eingetreten ist:
Geldspritzen ohne Gegenleistungen, das Alimentieren aus europäischen
Fördertöpfen. Das wird nicht funktionieren. Dennoch muss etwas
passieren. Der Euro-Raum wird nicht zusehen, wie ein Mitgliedsland
und seine Menschen langsam aber sicher ins Aus rutschen. Denn aller
Propaganda zum Trotz: Dies war keine Abstimmung über die
Zugehörigkeit Athens zum Euro und zur EU. Wer auch immer das
Gegenteil behauptet hat, wird eine Wende vollziehen müssen.
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Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
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Datum: 05.07.2015 - 19:51 Uhr
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