NABU: Emissionshandel braucht eine echte Reform

NABU: Emissionshandel braucht eine echte Reform

ID: 1238930

NABU: Emissionshandel braucht eine echte Reform



(pressrelations) -
Tschimpke: Erreichen der europäischen Klimaschutzziele rückt in immer weitere Ferne

Angesichts der heutigen Beratungen der EU-Kommission zum Emissionshandel fordert der NABU weitreichendere Reformen beim Handel mit den Verschmutzungsrechten. "Der europäische Emissionshandel umfasst fast die Hälfte der europaweiten CO2-Emissionen. Deshalb hätte die EU-Kommission dieses Instrument endlich stärken müssen. Stattdessen wird es auch künftig reichlich überflüssige Verschmutzungs-Zertifikate geben, die den Preis kaputt machen", so NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Ursprünglich wurde mit einem Zertifikate-Preis von rund 30 Euro je Tonne CO2 geplant und auf dieser Basis Klimaschutzeffekte berechnet. Seit Jahren jedoch dümpelt der tatsächliche Preis bei etwa sieben Euro und bietet damit keinen verlässlichen Anreiz für Investitionen in Energieeffizienz und Klimaschutz. "Ein angemessener CO2-Preis ist dringend nötig, denn der Emissionshandel ist das zentrale Element zum Erreichen der europäischen Klimaschutzziele", so Tschimpke weiter. Außerdem trage ein höherer CO2-Preis zur Planungssicherheit bei Investitionen in Energieeffizienz und Klimaschutz bei.

In dem heute von der EU-Kommission vorgelegten Reformvorschlag sollen ab dem Jahr 2020 zwar künftig jedes Jahr weniger Zertifikate ausgegeben werden als bisher, doch wird diese Reduktion durch die in den Markt zurückfließenden Zertifikate aus der jüngst beschlossenen Marktstabilitätsreserve wettgemacht. "Wenn die EU beim Klimagipfel in Paris glaubwürdig für den Klimaschutz eintreten will, müssen möglichst schnell etwa zwei Milliarden Zertifikate aus dem Markt gezogen werden und zwar dauerhaft", forderte der NABU-Präsident.

Der Emissionshandel hat seit seiner Einführung zu etlichen Mitnahmeeffekten in der Energiewirtschaft und Industrie geführt und kaum Einsparungen im CO2-Ausstoß nach sich gezogen. "Wenn der Emissionshandel nicht noch eine Reform erfährt, die wirklich diesen Namen verdient, sind die Klimaschutzziele der EU schwer erreichbar. Zumindest solange der Emissionshandel das zentrale Instrument im EU-weiten Klimaschutz ist. Deshalb wird es Zeit, dass endlich zusätzliche Maßnahmen zur Verringerung der Emissionen auf den Tisch kommen", so NABU-Klimaschutzexperte Sebastian Scholz.



Für Rückfragen:

Sebastian Scholz
NABU-Klimaschutzexperte
Tel. +49 (0)30.28 49 84-1617
Mobil +49 (0)172.41 79 727
E-Mail: sebastian.scholz@NABU.de


NABU-Pressestelle

Kathrin Klinkusch
Iris Barthel
Britta Hennigs
Nicole Flöper

Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510, -1952, -1722, -1958
Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000

E-Mail: presse@NABU.de
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
PresseKontakt / Agentur:

Kathrin Klinkusch
Iris Barthel
Britta Hennigs
Nicole Flöper

Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510, -1952, -1722, -1958
Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000

E-Mail: presse(at)NABU.de



drucken  als PDF  Kölner Stadt-Anzeiger: Günter Wallraff: Böll ist aktueller denn je - ARD-Sommerinterview mit Angela Merkel im 'Bericht aus Berlin' am 19. Juli 2015 um 18:30 Uhr im Ersten
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 15.07.2015 - 18:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1238930
Anzahl Zeichen: 3060

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Diese Pressemitteilung wurde bisher 352 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"NABU: Emissionshandel braucht eine echte Reform"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Naturschutzbund Deutschland e.V NABU (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

NABU fordert ehrlichen Umgang mit den Daten zur natürlichen Waldentwicklung ...
Miller: Bundeslandwirtschaftsministerium verspielt Vertrauen im Umgang mit einem der wertvollsten Schutzgüter Der NABU hat an das Bundeslandwirtschaftsministerium appelliert, die Ziele der Bundesregierung zur natürlichen Waldentwicklung in Deutschland nicht schönzurechnen. In einem jetzt bek

Aggressiver Salamander-Keim: NABU fordert Einschränkung des Wildtierhandels ...
Miller: "Heimische Amphibienbestände durch strenge Einfuhrkontrollen unbedingt schützen" Der NABU begrüßt den Schritt der US-Behörden, ein einstweiliges Importverbot für Salamander und Molche durchzusetzen und fordert auch die deutsche Regierung zum Handeln auf. "Wenn sich

NABU: Etappensieg im Kampf gegen Windpark im Schreiadlergebiet ...
Verwaltungsgericht Schwerin gibt Antrag des NABU statt / Vorerst kein Baubeginn Der NABU hat im Verfahren zur Genehmigung von 16 Windkraftanlagen bei Jördenstorf im Landkreis Rostock einen wichtigen Etappensieg errungen. Das Verwaltungsgericht Schwerin hat mit Beschluss vom 23. Dezember 2015 d


Weitere Mitteilungen von Naturschutzbund Deutschland e.V NABU


NDR 2 Soundcheck Neue Musik. Das Festival: Musikszene Deutschland mit sechs Acts und einem Special Guest ...
Termin: Sonnabend, 12. September, Göttingen, Lokhalle Es wird ein beeindruckendes Finale: NDR 2 holt Clueso, Johannes Oerding, Joris, Max Mutzke, Philipp Dittberner und Namika nach Göttingen. Und damit nicht genug: Im Anschluss an das Live-Programm wird die Lokhalle zum Dancefloor. Special Gu

Wahlen in Burundi verschieben - Burundis Präsident Pierre Nkurunziza ©MARCO LONGARI/AFP ...
Reporter ohne Grenzen (ROG) und ein Bündnis internationaler Nichtregierungsorganisationen fordern die Regierung in Burundi dazu auf, die für den 21. Juli 2015 geplanten Präsidentschaftswahlen zu verschieben. Die insgesamt 17 Organisationen befürchten, dass der Urnengang die politischen Spannun

ARD-Sommerinterview mit Angela Merkel im 'Bericht aus Berlin' am 19. Juli 2015 um 18:30 Uhr im Ersten ...
Es waren turbulente Wochen in Brüssel. Nächtelang wurde um Griechenlands Verbleib im Euro gerungen. Am Ende ist der befürchtete "Grexit" erst einmal abgewendet. Aber zu welchem Preis? Bis zu 86 Milliarden Euro braucht Griechenland in den nächsten drei Jahren. Wie erklärt Kanzlerin A

Kölner Stadt-Anzeiger: Günter Wallraff: Böll ist aktueller denn je - "Heute würde er sich für rumänische Hungerlöhner einsetzen" ...
Der Schriftsteller und Journalist Günter Wallraff hält das Werk des vor 30 Jahren gestorbenen Literaturnobelpreisträgers Heinrich Böll für aktueller denn je. Es sei an der Zeit, "Bölls Werk und seine oft hellsichtigen Stellungnahmen zu Politik und Gesellschaft neu zu entdecken und au


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z