Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Geldvermögen der Deutschen
ID: 1240643
Nachricht werden sich nicht wenige Bürger verwundert die Augen
reiben. »Wie bitte? Wir sollen reicher sein als noch vor einem Jahr?
Das kann nicht sein.« Wie das mit Statistiken eben so ist, treffen
sie nicht auf jeden Einzelfall zu. Tatsächlich sieht die Wirklichkeit
in vielen Fällen ganz anders aus. Hartz-IV-Empfänger etwa dürften für
derartige Meldungen nur Spott übrig haben. Und auch die vielen
Rentner, die mit weniger als 1000 Euro im Monat über die Runden
kommen müssen, werden missmutig den Kopf schütteln. Andererseits gibt
es viele Bürger, die von den zuletzt deutlich gestiegenen Löhnen bei
gleichzeitig niedriger Inflation profitieren. Sie haben unterm Strich
mehr im Portemonnaie. Wenn dann noch der typisch deutsche Sparwille
hinzukommt, wächst das Geldvermögen. Dabei hätte das Plus von 2,8
Prozent in nur drei Monaten sogar noch höher ausfallen können. Wenn
nämlich die Verbraucher mehr Mut bewiesen und einen Teil ihrer
Ersparnisse in Aktien oder Fonds angelegt hätten. Angesichts
niedriger Zinsen sind dort die Renditechancen nach wie vor am
größten. Das aber entspricht nicht der Mentalität der Deutschen.
Die Mehrheit denkt: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste - und
fährt gut damit.
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Datum: 20.07.2015 - 21:00 Uhr
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