Neue Studie zeigt Probleme bei Einzelmodernisierungen / Pressemitteilung des Bauherren-Schutzbund e.V.
ID: 1241992
Außenwänden: Diese typischen Bauschadensfälle nach energetischen
Modernisierungen haben bei manchen Hausbesitzern das Vorurteil
geweckt, dass eine Haussanierung neue Probleme schaffen kann.
Tatsächlich sind auftretende Probleme in aller Regel auf Fehler in
der Planung und Ausführung von Modernisierungsmaßnahmen
zurückzuführen. Das zeigt auch eine aktuelle Studie zu "Mängeln und
Schäden bei Einzelmodernisierungsmaßnahmen".
In der gemeinsamen Untersuchung des Bauherren-Schutzbund e.V. und
des Instituts für Bauforschung e.V. (IFB) wurden
Einzelmodernisierungen verschiedener Bauteile untersucht, bei denen
es zu größeren Schäden oder Mängeln kam.
Fehler sind in allen Phasen einer Modernisierung zu finden
Die untersuchten Fälle reichen von der Außendämmung der Fassade
über die Dämmung des Dachs oder der obersten Geschoßdecke bis zum
Fenstertausch oder einem Heizungstausch. Fehler und Mängel fanden
sich in allen Phasen der Vorbereitung, Planung, Vertragsgestaltung
und Bauausführung. Beim Einbau von Wärmeschutzfenstern in eine zuvor
mit Einscheibenverglasung ausgestattete, unbeheizte Loggia etwa wurde
schon in der Bestandsaufnahme nicht beachtet, dass die Kombination
von ungedämmter Außenwand und Wärmeschutzverglasung zu
Feuchteproblemen führen kann.
Erhebliche Schadenssummen möglich
Ungenaue Vertragsregelungen und eine nicht fachgerechte Ausführung
waren ursächlich dafür, dass die Zwischensparrendämmung eines Dachs
komplett zurückgebaut werden musste. Kosten von 81.000 Euro für
Schadensbeseitigung, Gutachter und Prozesse verursachte eine
fehlerhafte Dämmung der obersten Geschoßdecke in einem
Mehrfamilienhaus. Sie hatte massive Feuchteschäden und erheblichen
Aufwand für ihre Beseitigung nach sich gezogen.
Unabhängige Prüfung und Beratung nutzen
Die Studie zieht das Resümee, dass Gebäude vor einer geplanten
Einzelmodernisierung einer umfassenden Bestandsaufnahme unterzogen
werden müssen. Diese seien Voraussetzung, um mögliche
Wechselwirkungen zwischen Bauteilen sowie der Anlagentechnik zu
erkennen.
Bei der Planung von Einzelmaßnahmen auf Basis der
Voruntersuchungen sind auch notwendige Anforderungen zum Beispiel aus
der Energieeinsparverordnung (EnEV) sowie Möglichkeiten für
Förderungen etwa über die KfW Förderbank zu berücksichtigen. Die
Autoren empfehlen eine unabhängige Prüfung und Baubegleitung der
Maßnahmen und weisen darauf hin, dass diese bei bestimmten
Förderungen sogar ausdrücklich vorgeschrieben sei. Nicht zuletzt
müssten auch die Bewohner ihr Nutzerverhalten beispielsweise beim
Heizen und Lüften an das modernisierte Gebäude anpassen. Mehr
Informationen gibt es unter www.bsb-ev.de. Auf der Website steht auch
die komplette Studie zum kostenlosen Download zur Verfügung.
Weitere Informationen unter www.bsb-ev.de Quelle:
Bauherren-Schutzbund e.V.
Pressekontakt:
Bauherren-Schutzbund e.V.
Bundesbüro
Kleine Alexanderstr. 9-10
10178 Berlin
Tel. 030-3128001
Fax: 030-31507211
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Datum: 23.07.2015 - 11:17 Uhr
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