NOZ: Interview Medien mit Max Moor, Buchautor und Moderator
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Neuer Vorname ist auch nach zwei Jahren in der Ehe nicht
angekommen - 57-Jähriger: Ich liebe es, in Talkshows zu sein
Osnabrück.- Der Buchautor und Moderator Max (ehemals Dieter) Moor
("ttt") wird auch zwei Jahre, nachdem er einen neuen Vornamen
angenommen hat, von seiner Frau noch nicht "Max" genannt: "Dieter
sagt sie nicht mehr, aber Max so ziemlich als Einzige auch noch
nicht. Es fällt Ihr echt schwer," sagte Moor der "Neuen Osnabrücker
Zeitung" (Samstag) und fügte zur Begründung hinzu: "Diese Überwindung
zum ,Ich liebe Dich, Dieter' war dann ja umsonst, das tut weh. Aber
Sie kann sich ja in Worte wie Schatz oder Liebling flüchten." Der
Vorname Dieter sei ihm schon als Schüler in der Schweiz übel
aufgestoßen, begründete Moor seinen Entschluss, sich seit 2013 Max zu
nennen: "Da hatten die anderen so tolle Namen wie Bruno oder Florian
oder Markus - und ich war der Dieti. Dieser Name war bei uns in der
Provinz so unbekannt, dass ich ihn manchmal sogar buchstabieren und
an die Tafel schreiben musste. Die Französischlehrerin nannte mich
Didier - man kann einen Jungen doch nicht Didier nennen, das geht
einfach nicht. Ich hab auch nie verstanden, wie es der einen oder
anderen Frau möglich war: "Ich liebe Dich, Dieter' zu sagen." "Max,
Du bist so toll" sei doch viel einfacher. Der Entschluss zur
Namensänderung sei dennoch wie aus heiterem Himmel gekommen,
berichtete der Buchautor ("Als Max noch Dieter war") weiter: "Ich
erinnere mich noch gut an den Moment, in dem ich am Computer saß und
eigentlich mit Buchhaltung befasst war. Deshalb musste ich immer
schreiben: ,Ihr Dieter Moor', ,Ihr Dieter Moor', ,Dieter Moor' - ich
hasste es. Und dann habe ich eine Rundmail geschrieben: Könnt Ihr
bitte ab sofort Max zu mir sagen? Ich habe beschlossen, diesen Fehler
meiner Altvorderen jetzt zu korrigieren. Das sei "eine Aktion von
zehn Minuten, ohne jede innere Vorbereitung" gewesen. "Ich liebe es,
in Talkshows zu sein," räumte Moor in dem Gespräch ein und lieferte
auch gleich die Begründung für diese Vorliebe: "Man hat in dieser
Zeit eine kleine heile Welt und trifft Leute, die man sonst nicht
getroffen hätte. Die Redaktion verkuppelt Dich quasi mit anderen
Menschen, die Dich interessieren oder von denen Du gar nicht weißt,
dass es sie gibt." Eine Talkshow sei für ihn wie "ein kleines
Zeitfenster, durch das man reingeht und weiß: Für die nächsten 90
Minuten ist die Welt in Ordnung".
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Datum: 25.07.2015 - 07:00 Uhr
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