WAZ: Den Machern fehlt der Mut. Kommentar von Sven Frohwein
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Die Gamescom ist die Megasause der Videospiele-Industrie. Hunderte
Aussteller buhlen um die Gunst der meist jungen Kundschaft. Und die
wird in den nächsten Tagen zahlreich in die Messehallen strömen. Der
Branche geht es wieder besser. Nach mauen Jahren zeigt die
Absatzkurve wieder nach oben. Der neuen Spielekonsolen-Generation und
boomenden Handyspielen sei Dank. Und doch liegt ein alter Fluch über
der Gamescom: Den Machern von Super Mario, Tomb Raider und Co. fehlt
einfach der Mut. Statt neue, innovative Spielekonzepte vorzustellen,
investieren Electronic Arts, Sony Entertainment, Nintendo und andere
Große in die x-te Fortsetzung erfolgreicher Titel. Ein Phänomen, das
man auch aus Hollywood kennt. Für kleine aufstrebende Entwicklerteams
mit guten Ideen bleibt in einer solchen Landschaft kaum Raum. Selbst
wenn sie einen Vermarkter gefunden haben, steht der Profit im
Vordergrund. Abgabetermine müssen eingehalten werden, auch wenn das
Spiel noch nicht fertig ist. Und einmal verspieltes Vertrauen lässt
sich nicht mehr zurückgewinnen.
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Datum: 05.08.2015 - 19:03 Uhr
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