Weinbau

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Ohrwürmer machen Probleme



(pressrelations) - >(aid) - Als natürlicher Gegenspieler verschiedener Rebschädlinge wurde der Gemeine Ohrwurm (Forficula auricularia L.) bisher im Weinbau zu den Nützlingen gezählt. Aufgrund stark ansteigender Individuendichte bereitet er allerdings seit einigen Jahren zunehmend Probleme in pfälzischen Rebanlagen. Deshalb wurde am Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Rheinpfalz in Neustadt ein durch den Forschungsring des Deutschen Weinbaus (FDW) finanziertes Forschungsprojekt begonnen. Bis 2010 sollen offene Fragen zur Populationsökologie und -biologie des Gemeinen Ohrwurms in Rebanlagen geklärt und Strategien zu seiner Befallsregulierung entwickelt werden. Neue Erkenntnisse sind im Journal für Kulturpflanzenbau (61, 2009) veröffentlicht.

Primär sind die starken Kotablagerungen im Traubengerüst und das An- und Ausfressen von faulen und vorgeschädigten Beeren problematisch. Ob das in Stresssituationen ausgestoßene und auch im Kot vorhandene benzochinonhaltige Abwehrsekret des Ohrwurms einen Fehlton im Wein erzeugen kann, wird derzeit analysiert. Sekundär kann das starke Auftreten von Ohrwürmern am gesamten Rebstock die Pflege- und Lesemaßnahmen stören.
aid, Michaela Kuhn


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Datum: 07.10.2009 - 12:06 Uhr
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