Südwest Presse: Kommentar: China
ID: 1249529
Das interessiert so wenig, als wenn in China ein Fahrrad umfällt:
Das alte Bild muss schon deshalb übermalt werden, weil die Chinesen
heute weniger radeln als mit dem Auto fahren, vorzugsweise von einem
deutschen Hersteller. Was heute in China passiert, ist für die
deutsche und die Weltwirtschaft von größter Bedeutung. Deshalb
schlägt der aktuelle Absturz an Shanghais Börse im Westen ebenso hohe
Wellen wie jetzt die überraschende Abwertung der Währung. Beides wird
als Zeichen gewertet, dass Chinas Turbo-Wirtschaft womöglich doch
nicht geräuschlos in jene "neue Normalität" übergeht, die Partei- und
Staatschef Xi Jinping als Losung für den nächsten Entwicklungsschritt
ausgegeben hat. Normal ist weder der Aktien-, noch der Devisenmarkt
in China. Aber die Regierung wird die zaghaft begonnene Öffnung
fortsetzen. Denn sie will die eigene Währung als starke Säule im
Weltfinanzsystem etablieren. Die Aufregung über die überraschende
Abwertung wird sich bald wieder legen. Sie markiert schließlich
keinen Wendepunkt in der chinesischen Politik. Die wird auch künftig
alles daran setzen, einen deutlichen Rückgang des
Wirtschaftswachstums zu verhindern. Wirtschaftswachstum ist der Kitt,
der die Regierenden und ihr riesiges Volk zusammenhält. Beides ist
aus westlicher Warte übertrieben: die Angst vor Chinas
wirtschaftlichem Einbruch - aber auch die Hoffnung auf mehr
Demokratie.
Pressekontakt:
Südwest Presse
Ulrike Sosalla
Telefon: 0731/156218
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 12.08.2015 - 19:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1249529
Anzahl Zeichen: 1700
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Ulm
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 292 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Südwest Presse: Kommentar: China"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Südwest Presse (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Südwest Presse
Ostthüringer Zeitung: Wolfgang Schütze kommentiert: Richtige Politik geht anders ...
Manchmal haben Leute das Gemüt eines Fleischerhundes. Zum Beispiel zwei sächsische Politiker der CDU und der AfD. Ausgerechnet vorm Jahrestag des schändlichen Mauerbaus dachten die Landtagsabgeordneten laut über Grenzkontrollen nach, die den Flüchtlingsstrom eindämmen sollen. Ist da
WAZ: Kein gutes Zeugnis für NRW - Kommentar von Wilfried Goebels zum Landesrechnungshof ...
Seit 30 Jahren mogeln Schulen bei der Ausweisung von Pflichtstunden - ohne dass die Fachaufsicht eingeschritten wäre. Das stellt dem Bildungsstandort NRW kein gutes Zeugnis aus. Der Bericht des Rechnungshofs macht jetzt das ganze Ausmaß der Unterversorgung deutlich. Allein mit mehr Kontrollen a
Mitteldeutsche Zeitung: zu Amnesty/Prostitution ...
Bisher sind Länder, die die Prostitution legalisiert haben, an diesem Anspruch gescheitert. Auch Deutschland, ein Staat mit funktionierender Justiz und gutem Sozialsicherungssystem. Vor mehr als zehn Jahren wurde ein Gesetz verabschiedet, das die soziale Akzeptanz der Huren erhöhen und ihnen di
Mitteldeutsche Zeitung: zu Griechenland ...
Die IWF-Chefin Christine Lagarde gibt sich nun aber hart. Viele IWF-Mitglieder sträuben sich gegen die Kreditierung eines EU-Staates. Aber auch das Bundesfinanzministerium signalisiert keine Erleichterung über die grobe Einigung auf ein drittes Hilfspaket, sondern meldet Bedenken an - wohl au




