Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum drohenden Kita-Streik
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sind, müssen kreative Lösungen her. Nicht nur in den heimischen vier
Wänden, sondern auch auf kommunaler Ebene. Dass die Stadt Bielefeld
bereit ist, einen individuellen Weg zu gehen, ist lobenswert und
vorbildlich. Es reicht aber nicht, eine Idee nur in Grundzügen zu
durchdenken und für gut zu befinden. Sie muss bis zum Ende gedacht
werden - in allen Details. Die Versicherungsfrage ist ein solches:
Wenn die Stadt sich darauf zurückzieht, keine Haftung zu übernehmen
und auf die Versicherung der Eltern verweist, ist das fahrlässig.
Denn das kann im Schadensfall dazu führen, dass diejenigen bestraft
werden, die es am wenigsten verdient haben. Kommt während des
Streiks ein Kind zu schaden, könnte sich die Krankenversicherung auf
den Standpunkt stellen, dass die Aufsichtsperson haftbar zu machen
ist. Dann müsste deren Haftpflicht einspringen. Da die wenigsten
Verträge aber für den Fall einer Kinderbetreuung in dem Ausmaß
ausgelegt sind, ist es nicht unwahrscheinlich, dass Kosten an der
Aufsichtsperson hängen bleiben. Die engagierten Eltern diesem Risiko
auszusetzen ist unverantwortlich. Vielleicht ist die
Ehrenamtsversicherung des Landes die Lösung. Das wird die Stadt
hoffentlich genau geprüft haben.
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Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
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Datum: 13.08.2015 - 21:00 Uhr
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Bielefeld
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Politik & Gesellschaft
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