Westfalenpost: Martin Korte zu Maßnahmen gegen Schulschwänzer
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Pädagogik machtlos. Notorischen Schulschwänzern droht Jugendarrest.
So will es das Gesetz. Das ist hart, aber gerechtfertigt - im
Einzelfall wohlgemerkt. Denn es ist ja nicht so, dass junge Menschen
sofort weggesperrt werden, nur weil sie einmal unentschuldigt dem
Unterricht ferngeblieben sind. Es geht um Wiederholungstäter, denen
mit anderen Mitteln nicht beizukommen ist, weil die Androhung von
Bußgeldern und Sozialstunden keine Wirkung entfaltet hat.
Selbstverständlich wäre es besser, wenn man sie mit Worten davon
überzeugen könnte, dass der Schulbesuch sinnvoll ist, aber das haben
wohl schon ihre Eltern nicht geschafft - oder erst gar nicht
versucht. Arrest schreckt ab, das steht fest. Aber es besteht die
Gefahr, dass junge Menschen hinter verschlossenen Türen auf
Altersgenossen treffen, die tatsächlich schlimme Straftaten begangen
haben. Es ist nicht auszuschließen, dass damit für schwache
Persönlichkeiten der Einstieg in einen kriminellen Teufelskreis
verbunden ist. Die Entscheidung treffen Richter. Sie kennen die
Tragweite ihres Urteils. Ob ihnen Zeitdruck und Personalmangel genug
Zeit lassen, die Persönlichkeit des "Täters" zu beurteilen, steht auf
einem anderen Blatt.
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Datum: 14.08.2015 - 21:37 Uhr
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