Preiseinbrüche kosten ein Drittel der landwirtschaftlichen Einkommen
ID: 1251167
Preiseinbrüche kosten ein Drittel der landwirtschaftlichen Einkommen
Rukwied fordert politische Flankierung der Erzeuger
"Die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte sind im Vorjahresvergleich auf breiter Front massiv eingebrochen. Der Preisverfall insbesondere bei Schweinefleisch, Milch, aber auch bei Getreide, Obst und Gemüse addiert sich seit dem Jahresbeginn auf eine Größenordnung von deutlich über 3 Mrd. Euro an Erlösen, die der deutschen Landwirtschaft im Vergleich zum Vorjahr fehlen." Diese Bilanz zog der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, anlässlich der Erntepressekonferenz in Berlin. "Dieser Erlöseinbruch entspricht rund einem Drittel der Nettowertschöpfung der gesamten Landwirtschaft, also der landwirtschaftlichen Einkommen." Rechne man diese Schätzung auf ein ganzes Jahr hoch, drohen die Erlöse der Bauern durch die geringeren Erzeugerpreise um über 6,2 Milliarden EUR niedriger auszufallen. Besonders hoch fallen die Verluste bei Schweinehaltern und Milchbauern aus, aber auch bei Acker- und Obstbauern.
Rukwied erwartet deshalb vom Sondergipfel der EU-Agrarminister am 7. September 2015 in Brüssel konkrete Beschlüsse zur Unterstützung der europäischen Landwirte. "Hier steht die Politik mit in der Verantwortung. Wir haben das Sicherheitsnetz für die Agrarmärkte tiefer gehängt, aber jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, wo es greifen muss", so Rukwied. Er forderte eine Exportoffensive der EU für Agrargüter und Lebensmittel, die u.a. aus den von den Landwirten selbst aufgebrachten Mitteln der Milch-Superabgabe finanziert werden könne. Als flankierende nationale Hilfsmaßnahmen schlug Rukwied Liquiditätshilfen in Form von Bürgschaftsprogramm des Bundes, Stundung von Steuerschulden und die Einführung der seit langem vom DBV geforderten Risikoausgleichsrücklage vor. Zudem könne eine Aufstockung des Bundeszuschusses für die landwirtschaftliche Unfallversicherung zu einer Entlastung der Betriebe beitragen. "Ebenso wichtig ist es aber, die Betriebe in dieser Situation nicht mit Bürokratie und zusätzlichen wettbewerbsverzerrenden Auflagen zu belasten", forderte der Bauernpräsident mit Blick auf aktuelle Gesetzesvorhaben auf europäischer und nationaler Ebene.
Pressekontakt
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV)
Claire-Waldorff-Straße 7
10117 Berlin
Deutschland
Telefon: 030/31904-407
Telefax: 030/ 31904-431
Mail: presse@bauernverband.net
URL: http://www.bauernverband.de
PresseKontakt / Agentur:
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV)
Claire-Waldorff-Straße 7
10117 Berlin
Deutschland
Telefon: 030/31904-407
Telefax: 030/ 31904-431
Mail: presse(at)bauernverband.net
URL: http://www.bauernverband.de
Datum: 18.08.2015 - 12:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1251167
Anzahl Zeichen: 2782
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 281 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Preiseinbrüche kosten ein Drittel der landwirtschaftlichen Einkommen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Agrarmärkte zum Jahreswechsel 2015/16 durch "El Niño" verunsichert Zur Jahreswende 2015/16 entwickelt sich die globale Nachfrage nach Agrarprodukten eher verhalten, wie der Deutsche Bauernverband (DBV) mitteilt. Weltweit große Ernten, eine abgeschwächte Konjunktur in Schwellenlän
DBV: Weiterentwicklung braucht Wertschöpfung ...
Schieflage bei der Wertschöpfungsverteilung muss korrigiert werden "Die notwendige Wertschätzung für Lebensmittel bleibt derzeit im Vermarktungsprozess auf der Strecke. Strukturelle Defizite in der Vermarktungskette und ungleiche Kräfteverhältnisse zwischen Erzeugern, Vermarktern und
Weidetierhalter befürchten Verdrängung durch den Wolf ...
Bauernverband fordert erweiterte Diskussion über Wolfspopulationen Landwirte und Weidetierhalter sehen in der Diskussion um die zunehmende Verbreitung des Wolfes in Deutschland ihre Anliegen bisher zu wenig berücksichtigt. Dies erklärte der Deutsche Bauernverband (DBV) anlässlich des öffen
Weitere Mitteilungen von Deutscher Bauernverband e.V. (DBV)
Gold ist das ultimative Zahlungsmittel ...
"Auch wenn in der jüngeren Vergangenheit häufig das Gegenteil kolportiert wurde: Gold hat seine Funktion als Krisenschutz nicht eingebüßt", stellt Prof. Thorsten Polleit, Chefvolkswirt der Degussa Goldhandel GmbH, im aktuellen Degussa Marktreport fest. "Es ist und bleibt das u
Beratungstag für Finanzierungsfragen bei der IHK ...
Am 8. September 2015 veranstaltet die IHK Heilbronn-Franken gemeinsam mit der Handwerkskammer Heilbronn-Franken einen Beratungstag für Finanzierungsfragen mit der L-Bank. Angesprochen werden Existenzgründer, Firmen in der anschließenden Festigungsphase, Interessenten an Betriebsübernahm
INCA ONE gibt Privatplatzierung bekannt ...
vatplatzierung bekannt INCA ONE GOLD CORP. (TSX-V:IO) (Inca One oder das Unternehmen - http://www.commodity-tv.net/c/mid,5428,Company_Updates/?v=293974) freut sich, eine Privatplatzierung von bis zu 3.333.333 Stammaktien (die Aktien) zu einem Preis von 0,15 CAD pro Aktie für Bruttoerlöse von
42,8 Millionen Erwerbstätige im 2. Quartal 2015 ...
Im zweiten Quartal 2015 hatten nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) rund 42,8 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Deutschland. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2014 wuchs die Zahl der Erwerbstätigen um 175 000 Personen. Damit war sie erneut höher als i




