RNZ: Solidarisch
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Flüchtlings-Rekord
Es ist zweifelsohne eine große Herausforderung, die auf
Deutschland zukommt. Doch weist Innenminister de Maizière zur Recht
darauf hin, dass die Bundesrepublik mit der Entwicklung nicht
überfordert ist. Ein wohlhabendes 80 Millionen-Volk stellt die
Aufnahme von 800 000 Flüchtlingen keineswegs vor unüberwindbare
Probleme. Und im Vergleich zu den Summen, die der Bundestag gerade
für die Rettung Griechenlands bewilligt hat, schlägt die Hilfe für
die Flüchtlinge finanziell bedeutend weniger ins Gewicht. Doch ist
der Zustrom von Menschen auf der Flucht nicht nur eine Kostenfrage.
Es geht nun vor allem darum, die Akzeptanz in der Bevölkerung zu
erhalten. Dazu ist vor allem eine zügigere Bearbeitung der
Asylanträge notwendig. Es ist ein Verfassungsgebot, dass das
Asylrecht nur denen zugute kommt, die tatsächlich auf der Flucht vor
Krieg und Verfolgung sind. Die Regierung muss die bestehenden
Defizite hier schnell abarbeiten. Zudem muss endlich eine Einigung
auf europäischer Ebene gefunden werden. Der Ansturm auf Europa wird
anhalten und kann auf Dauer nicht nur von einigen wenigen der 28
EU-Staaten aufgefangen werden. Die Länder Europas sollten nicht nur
Solidarität mit den Opfern des Krieges zeigen - sondern auch
untereinander.
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Rhein-Neckar-Zeitung
Dr. Klaus Welzel
Telefon: +49 (06221) 519-5011
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Datum: 19.08.2015 - 19:46 Uhr
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