Wie Kamerahersteller SMARTEK Vision CMOS integriert und maßgeschneiderte Kameras ermöglicht
Ein Interviewüber den Transitionsprozeß zur CMOS Technologie und zu den Vorteilen einer modularisierten europäischen Produktion mit Entwicklungsleiter Damir Dolar.

(PresseBox) - Herr Dolar, wie ist SMARTEK Vision mit der Nachricht über Sony?s CCD Abkündigung umgegangen?
SMARTEK Vision ist ein innovativer europäischer Kamerahersteller und es ist unser Anliegen, die Anforderungen unserer Kunden in höchstem Maße zu erfüllen und wegweisende Entwicklungen der Industrie schnell zu integrieren. Die Ankündigung der Firma Sony, die Produktion der CCD Sensoren einzustellen, war überraschend, aber dennoch eine Bestätigung des bereits eingeschlagenen Weges.
Vor 2 Jahren waren die CCD Sensoren noch führend in Bereichen, in welchen CMOS heute bessere Leistungen und Ergebnisse erzielen. Mit der deutlich verbesserten Bildqualität durch niedrigeres Rauschen, geringem Dunkelstrom und hohem Dynamikumfang in Kombination mit Global Shutter, einer hohen Quanteneffizienz, höheren Bildfrequenzen, keine Blooming oder Smear-Effekte sowie einer verbesserten Kostenstruktur ist CMOS eine zukunftsweisende Technologie.
Welche Vorteile sehen Sie für Ihre industriellen Kamerakunden durch den Wechsel zu CMOS?
Viele unsere Kunden sind in der Produktionsüberwachung oder -automatisierung, in der Medizin oder in der Verkehrsüberwachung tätig. Diese Branchen haben einen hohen Nutzen aus dem CMOS Fortschritt durch erhöhte Geschwindigkeit, weniger Rauschen und höherer Auflösung. Verbesserungen an CMOS Chips stellen sicher, dass die heutigen CMOS Sensoren dieselbe, wenn nicht gar eine höhere Empfindlichkeit erreichen als CCD Sensoren. Der höhere Dynamikumfang führt zu klaren Details und Kontrasten bei schwierigen Lichtbedingungen. Die hohen CMOS Bildraten in Kombination mit Schnittstellentechnologien wie GigE Vision oder USB3.0 Vision, erlauben es die Datenmengen, nach den Anforderungen der Applikation schnell und kosteneffizient über weite Strecken zu übertragen und so das Gesamtsystem zu optimieren.
Sony bringt Stück für Stück neue CMOS Pregius Sensoren auf den Markt. Wie werden Sie diese in Ihr Portfolio integrieren?
Wir sind sehr stolz darauf, dass wir in der Lage waren, als einer der ersten Kamerahersteller den Sony IMX174 einzuführen, und in unserem Flagschiff-Modell GCP1931 auszuliefern. Für preisempflindlichere Anwendungen, die weniger Geschwindigkeit erfordern, haben wir bereits den IMX249, den kleinen Bruder des IMX174, in unsere GC1932 Kamera implementiert. Im Laufe des Oktobers sind dann bereits erste Kameramuster mit der nächsten IMX Sensorgeneration, den IMX250 und IMX252 mit einer Auflösung von 3- und 5MP verfügbar. Diese zeichnen sich durch eine überarbeitete Pixelarchitektur und damit weiter reduzierten Dunkelstrom sowie geringerem Rauschen aus und werden in den Modellen GCP2061 und GCP2461 ausgeliefert, die Massenproduktion startet voraussichtlich bereits Ende des Jahres. Darüber hinaus planen wir, die hochauflösenden Sony Modelle IMX253 und IMX255 im dritte Quartal nächsten Jahres in unseren Kameras marktreif zu haben.
Wie geht SMARTEK Vision in dieser Transitionsphase auf individuelle Kunden- und Projektbedürfnisse ein?
Neben der Weiterentwicklung unserer Standard Kameraserien mit Fokus auf neue CMOS-Sensortechnologien wird natürlich auch zukünftig die Realisierung individueller Kundenanforderungen mit im Vordergrund stehen. Mit unserer Entwicklung und Produktion in Europa haben wir bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass wir in der Lage sind, schnell und flexibel auf Kundenwünsche zu reagieren und diese in hoher Qualität, effizient umzusetzen. Dabei können wir kameraseitig auf eine breit aufgestellte Produktpalette mit verschiedensten Gehäusetypen, Platinenkameras sowie einer Vielzahl von bereits integrierten Bildsensoren wie Funktionen zurückgreifen. Durch unsere Erfahrungen und modernste Produkte auch im Bereich Beleuchtungs- und Blitzkontroller (IPSC- und HPSC-Serie) sowie integrierter Beleuchtungen sind wir zudem in der Lage, individuelle Lösungen weit über die reine Kameraentwicklung hinaus zu realisieren.
Für FRAMOS ist Bildverarbeitung nicht nur technische Disziplin, sondern Faszination, Zukunft und Mission zugleich. Seit seiner Gründung 1981 hat sich FRAMOS als führender Anbieter von Technologie für die industrielle, wissenschaftliche und medizinische Bildverarbeitung etabliert. An unserem Hauptsitz in München und fünf weiteren Niederlassungen weltweit können Lieferanten, Systemintegratoren und Forscher Bildverarbeitungstechnologien nutzbringend anwenden. Unser Team mit insgesamt 60 Mitarbeitern bietet ein umfangreiches Portfolio an Bildverarbeitungskomponenten, technischer Beratung und Support. Dank unserer langjährigen Erfahrung in der Branche können wir Engineering-Lösungen sowohl für maßgeschneiderte Kameraentwicklungen als auch komplett schlüsselfertige Lösungen anbieten. Der Innovations- und Entwicklungsgeist der ersten Stunde steckt bis heute in unserem Unternehmen.
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Für FRAMOS ist Bildverarbeitung nicht nur technische Disziplin, sondern Faszination, Zukunft und Mission zugleich. Seit seiner Gründung 1981 hat sich FRAMOS als führender Anbieter von Technologie für die industrielle, wissenschaftliche und medizinische Bildverarbeitung etabliert. An unserem Hauptsitz in München und fünf weiteren Niederlassungen weltweit können Lieferanten, Systemintegratoren und Forscher Bildverarbeitungstechnologien nutzbringend anwenden. Unser Team mit insgesamt 60 Mitarbeitern bietet ein umfangreiches Portfolio an Bildverarbeitungskomponenten, technischer Beratung und Support. Dank unserer langjährigen Erfahrung in der Branche können wir Engineering-Lösungen sowohl für maßgeschneiderte Kameraentwicklungen als auch komplett schlüsselfertige Lösungen anbieten. Der Innovations- und Entwicklungsgeist der ersten Stunde steckt bis heute in unserem Unternehmen.
Datum: 25.08.2015 - 15:27 Uhr
Sprache: Deutsch
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Kategorie:
Optische Technologien
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