Weser-Kurier: Kommentar von Maren Benekeüber die Ryanair-Strategie
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Vergangenheit auch in Bremen zu spüren bekommen: Weil die
Luftverkehrssteuer eingeführt werden sollte, hat die Billig-Airline
mal eben acht Ziele aus dem Flugplan gestrichen - ohne Rücksicht auf
Verluste. Dieses aggressive Vorgehen ist genau das, was die irische
Fluggesellschaft bis heute ausmacht. Wenn Ryanair-Chef O'Leary sich
etwas in den Kopf gesetzt hat, passiert das in den meisten Fällen
auch. Er will den Marktanteil seiner Airline in Deutschland von fünf
auf 20 Prozent steigern? Kein Problem, dann werden eben die großen
Flughäfen angesteuert, auf denen man bislang noch nicht präsent war -
auch wenn damit ein kompletter Strategiewechsel einhergeht. Das zeigt
einmal mehr: Ryanair tut alles dafür, um weiter zu wachsen, um noch
mehr Geld zu verdienen. Mit welchem Flughafen die Iren dieses Ziel
letztendlich erreichen, ist ihnen egal. Wird Hamburg am Ende ein
großer Erfolg und im Gegensatz zu Bremen ein übermächtiger
Wettbewerber, dann wird die Fluggesellschaft anfangen zu rechnen - ob
der City Airport dann als Basis bestehen bleibt, ist ein reines
Zahlenspiel.
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Datum: 27.08.2015 - 20:16 Uhr
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