Flüchtlingsbeauftragte Özoguz: Länder verfallen in "nationalstaatliches Getue"
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Integration, Aydan Özoguz, hat Ungarn für seinen Umgang mit
Flüchtlingen kritisiert. "Wir haben eine europäische Asylpolitik auf
dem Papier. Aber in dem Moment, wo wir alle gefordert sind, dies auch
tatsächlich umzusetzen, verfallen wir sehr stark in
nationalstaatliches Getue", sagte die SPD-Staatsministerin im
Tagesgespräch mit dem Sender phoenix.
Die einen würden Asylpolitik machen, die anderen nicht. "Dass der
eine plötzlich irgendwo einen Zaun errichtet, der irgendwo wieder
aufhört, das sind traurige Bilder, die unseren Werten nicht gerecht
werden. Das ist eine Bewährungsprobe für Europa. Jetzt könnten wir
beweisen, dass wir zusammengewachsen sind."
Es zeige sich aber auch deutlich, dass das Dublin-Abkommen große
Schwächen habe. "Die kleinen Länder an den Randstaaten sollen alles
registrieren - das geht nicht", sagte Özoguz weiter. "Wir brauchen
ein ordentliches System der Registrierung, aber auch der Verteilung."
Eine Überforderung seien die Flüchtlingszahlen für die EU ihrer
Ansicht nach nicht.
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Datum: 03.09.2015 - 11:39 Uhr
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