NOZ: Gespräch mit Thilo Sarrazin, Schriftsteller und SPD-Politiker
ID: 1258709
Mitschuld an Flüchtlingskrise
Autor: Geschlossene Grenzen verstoßen nicht gegen Menschenwürde -
Einheitliches europäisches Asylrecht gefordert
Osnabrück.- Angesichts der massiven Zuwanderung durch Flüchtlinge
hat der Schriftsteller und SPD-Politiker Thilo Sarrazin eine
schärfere Kontrolle der EU-Außengrenzen gefordert. In einem Gespräch
mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Dienstag) sagte er, "wenn Sie
eine staatliche Grenze nicht überschreiten dürfen, verstößt das in
keiner Weise gegen die Menschenwürde". Vielmehr bewirke dieser
Umstand, dass zahlreiche Menschen gar nicht erst ihre Heimat
verließen. Die Sicherung von Grenzen sei in Geschichte und Gegenwart
stets Voraussetzung für ein prosperierendes Gemeinwesen gewesen.
Der frühere Bundesbank-Vorstand gab internationalen Interventionen
eine Mitschuld an der Flüchtlingskrise. "Ich kenne keinen einzigen
militärischen Eingriff des Westens außerhalb Europas seit dem Zweiten
Weltkrieg, der nicht zu mehr Unheil führte, als er Segen gebracht
hätte", erklärte er mit Blick auf beispielsweise den Irak und Libyen.
Sarrazin forderte ein einheitliches europäisches Asylrecht. Die
Verteilung der Asylbewerber müsse sich nach den Bevölkerungsanteilen
der Mitgliedstaaten richten. Auch sei die Messlatte höher zu legen.
"Nach den gegenwärtigen Standards haben vier von fünf Menschen, die
auf dieser Welt leben, dem Grunde nach ein Asylrecht in Deutschland.
Das ist absurd", sagte der Autor ("Deutschland schafft sich ab").
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 07.09.2015 - 11:17 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1258709
Anzahl Zeichen: 1862
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wahlen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 229 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"NOZ: Gespräch mit Thilo Sarrazin, Schriftsteller und SPD-Politiker"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der Rückstand des deutschen Luftverkehrs auf die Entwicklung der Branche im Rest Europas ist so groß wie noch nie seit Ende der Corona-Pandemie. Zu diesem Ergebnis kommt eine bisher unveröffentlichte Erhebung des Bundesverbandes der Deutschen Fluggesellschaften (BDF), aus der die "Neue Osnab
"Steuern auf Versorgungsprobleme zu": Krankenhausgesellschaft kritisiert Änderungen der GKV-Reform /Krankenhausgesellschaft fordert Bund zu Übernahme von Gesundheitskosten für Bürgergeld ...
Vor der entscheidenden Bundestagsabstimmung über die Gesundheitsreform am kommenden Freitag hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) die kurzfristigen Nachbesserungen von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken scharf kritisiert. "Diese Änderungsanträge retten die Krankenhausversorgung
"Menschenunwürdig": Anti-Folter-Stelle kritisiert Zustände in überbelegten Gefängnissen / Isolationshaft als Ersatz für Therapie - hoher Belegungsdruck in Haftanstalten ...
Die Nationale Stelle zur Verhütung von Folter hat teils "menschenunwürdige" Zustände in deutschen Gefängniszellen infolge von Überbelegungen kritisiert. "Eine Mehrfachbelegung mit mehr als zwei Gefangenen soll vermieden werden, da sie selbst bei ausreichender Raumgröße belasten
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
NOZ: Nachricht zur Lebensmittelverschwendung ...
Bundesregierung will Lebensmittelwirtschaft bei Nahrungsverschwendung in die Pflicht nehmen Gespräche im Herbst geplant - Grüne: Agrarminister hat Zeit mit Imagekampagnen vertrödelt Osnabrück.- Die Bundesregierung will im Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung künftig auch Restaur
NOZ: Interview mit Gregor Gysi, Vorsitzender der Linksfraktion im Bundestag ...
Gysi zur Flüchtlingskrise: Bund muss Kommunen schnellstens entlasten Scheidender Vorsitzender der Linksfraktion warnt vor Zunahme rechtsextremer Entwicklungen - "Menschen kann man nicht einfach verteilen, aber Kosten" Osnabrück.- Mit Blick auf die Flüchtlingskrise fordert der
Kampf um Rathäuser in Köln und Essen: Reker und Paß in Wählergunst vorn WDR-StädteTREND misst erstmals politische Stimmung ...
Im Kampf um die Chefposten in den Rathäusern von Köln und Essen liefert eine Umfrage im Auftrag des Westdeutschen Rundfunks erstmals ein Bild der politischen Stimmung in beiden Städten. Während in Köln die parteilose Bewerberin um das Amt, Henriette Reker, in der Gunst der Befragten klar vo
NOZ: Gespräch mit Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland ...
Zentralrat der Muslime kritisiert Vergabe des Remarque-Friedenspreises an Adonis Vorsitzender Mazyek: Adonis ist ein miserabler Friedensaktivist Osnabrück.- Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, kritisiert die angekündigte Vergabe des Erich-Maria-Remarque




