Leberverfettung als Vorbote für Stoffwechselstörung
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Aachen (fet) – Galt eine Fettleber bislang noch als Folgeerscheinung von Diabetes oder Fettstoffwechselstörungen, könnte diese laut einer amerikanischen Studie in Zukunft bereits als Vorzeichen auf derartige chronische Erkrankungen hinweisen.
Auch der Fettstoffwechsel war lediglich vom Leberfettgehalt, nicht aber vom Bauchfettgehalt abhängig. Je mehr Fett die Leber enthielt, umso mehr wurde von dieser in das fett- und cholesterintransportierende Plasmaeiweiß VLDL verpackt und ins Blut abgegeben. Betroffene Patienten wiesen folglich höhere Triglyzeridwerte auf (1). Eine Fettleber verursacht somit direkt Fettstoffwechselstörungen.
Der Zustand der Leber wäre demnach ein aussagekräftigeres Indiz auf mögliche Gesundheitsrisiken. Doch wer nun denkt, sein „Bierbauch“ ist kein Risikofaktor für spätere Erkrankungen mehr, der irrt. Bauch- und Leberfett stehen in engem Zusammenhang und beeinflussen sich teilweise gegenseitig. Übergewicht ist neben chronischem Alkoholmissbrauch die häufigste Ursache für eine übermäßige Fettansammlung in dem empfindlichen Organ. Wer mehr Energie, insbesondere durch kohlenhydratreiche Ernährung, zuführt als er eigentlich verbraucht, riskiert früher oder später eine Mastfettleber. Mehr als ein Drittel der krankhaft übergewichtigen Patienten weisen dieses Krankheitsbild auf. Nährstoffreiche aber energiearme Nahrungsmittel wie Gemüse, Obst, Fisch, mageres Fleisch und Milchprodukte helfen bereits die Vorzeichen unserer Volksleiden zu bekämpfen.
Redaktion: Christine Langer
Quelle: 1) Fabbrini E et al.: Intrahepatic fat, not visceral fat, is linked with metabolic complications of obesity. Proc Natl Acad Sci U S A;106(36):15430-5: 2009Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Datum: 12.10.2009 - 15:58 Uhr
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