Rheinische Post: Kommentar: Der Verfall der Atom-Konzerne
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deutschen Wirtschaft. Heute sind sie Sanierungsfälle. Nun
bescheinigen die von der Bundesregierung beauftragten Gutachter, dass
die fantastischen Vier viel zu wenig Geld für den Atomausstieg auf
die hohe Kante gelegt haben. Gewiss kann man streiten, ob die Annahme
der Gutachter realistisch ist, die von negativen Zinsen für das
Ersparte ausgehen. Doch im Kern dürfte an ihrer Aussage kein Zweifel
bestehen: Das Geld reicht hinten und vorne nicht. Zugleich ist keiner
der Vier in der Lage, die Lücke aus eigener Kraft zu füllen. Die
gesamtwirtschaftliche Lehre daraus: Deutschland muss den Atomausstieg
neu organisieren, Staat und Konzerne in ein Boot holen, so lange bei
letzteren noch etwas zu holen ist. Tragisch für Mitarbeiter und
Aktionäre ist, dass insbesondere RWE den Ernst der Lage offenbar noch
nicht begriffen hat. Strafe im Gasstreit mit den Arabern, Aus für die
Braunkohle-Hilfe durch die EU-Kommission, neue Atomrückstellungen -
RWE-Chef Terium träumt weiter von der digitalen Revolution, obwohl
dem Konzern immer neue Milliarden-Lasten drohen. Die Kommunen dürften
mittlerweile bereut haben, dass sie seinen Vertrag frühzeitig bis
2021 verlängert haben.
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Datum: 14.09.2015 - 21:17 Uhr
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