Rheinische Post: Medizinische Selbsthilfe
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Es gibt wohl wenige Bereiche, in denen eine präzise Verständigung
so wichtig ist wie in Gesundheitsfragen. Es ist also eine gute und
pragmatische Idee, die Ärzte unter den Flüchtlingen in die
Gesundheitsversorgung ihrer Landsleute einzubeziehen. Zumal die
Gesundheitsämter hoffnungslos überlastet sind. Wo viele Menschen auf
engem Raum zusammenleben, haben es Krankheitskeime leicht, sich zu
vermehren. Daher muss den Flüchtlingen offensiv das Angebot gemacht
werden, sich einen Impfschutz nach deutschem Standard zuzulegen. Eine
Impfpflicht für Flüchtlinge kann es nicht geben. Sie gilt auch für
die einheimische Bevölkerung nicht. Eine Ungleichbehandlung in dieser
Frage wäre weder rechtlich zulässig noch politisch wünschenswert.
Eine erhöhte Gefahr für die Ausbreitung von Infektionskrankheiten
geht nach Ansicht des Robert-Koch-Instituts von den Flüchtlingen
nicht aus. Eine beruhigende Nachricht. Die schwersten
Gesundheitsbelastungen vieler Flüchtlinge dürften ohnehin eher
seelischer Art sein.
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Datum: 21.09.2015 - 20:06 Uhr
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