Weniger Pestizide bei Bauhaus, Obi und Toom / Greenpeace veröffentlicht Baumarkt-Abfrage
ID: 1265311
Glyphosat wollen die Baumärkte Bauhaus, Globus, Hornbach, Obi und
Toom auslisten - bei bienengefährdenden Pestiziden schränken die
Händler das Sortiment teilweise ein. Das zeigt eine aktuelle
Greenpeace-Abfrage bei acht großen deutschen Bau- und
Gartenmarktketten. "Die Verbraucherproteste haben Erfolg. Die
Baumärkte erkennen, dass sie mitverantwortlich dafür sind, ob
gefährliche Gifte in Gärten und auf Balkone gelangen", sagt
Christiane Huxdorff, Landwirtschaftsexpertin von Greenpeace. "Die
Bau- und Gartenmärkte müssen dieses Problem weiter konsequent angehen
und giftige Produkte aus den Regalen grundsätzlich verbannen." Die
Abfrageergebnisse finden sich hier: http://gpurl.de/Baumaerkte2015
Glyphosat ist der weltweit meistgenutzte Wirkstoff in
Unkrautvernichtungsmitteln. Der US-Konzern Monsanto, der das Mittel
entwickelte, vertreibt bis heute Glyphosat-Herbizide unter dem
Markennamen "Roundup". Im Juli dieses Jahres stufte eine Agentur der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) Glyphosat als "wahrscheinlich
krebserregend" ein. "So lange die Gesundheitsrisiken von Glyphosat
unklar sind, muss das Vorsorgeprinzip gelten. Produkte, bei deren
Gebrauch Menschen mit Glyphosat sehr wahrscheinlich in direkten
Kontakt kommen, müssen überall umgehend ausgelistet werden", fordert
Huxdorff. "Das muss für alle Baumärkte und Online-Shops gelten.
Dehner, Hagebau und Hellweg sollten auch auf den umstrittenen
Wirkstoff verzichten."
So viel Gift bieten die Baumärkte
Die Greenpeace-Abfrage ergab zudem, dass die Vorreiter Bauhaus,
Obi und Toom auch auf die für Bienen schädlichen Pestizide mit dem
umstrittenen Wirkstoff Thiacloprid verzichten. Die Firma Hellweg will
bis zum Ende des Jahres Mittel mit diesem Wirkstoff aus dem Sortiment
nehmen. Greenpeace fordert auch Dehner, Globus, Hagebau und Hornbach
auf, den Verkauf einzuschränken. Mittel mit dem ebenfalls für Bienen
schädlichen Neonicotinoid Acetamiprid bleiben derzeit bei allen
Unternehmen in den Regalen.
Etwa zehn Prozent aller Pflanzenschutzmittel stuft das Bundesamt
für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) als
"bienengefährlich" ein, diese Produkte sind in der Gebrauchsanleitung
entsprechend mit "B1" gekennzeichnet. Alle Baumärkte verzichten auf
den Verkauf dieser sogenannten B1-Wirkstoffe. Aber auch Stoffe, die
in die Kategorie B3 eingestuft werden, können durch falsche Anwendung
Bienen gefährden. Globus ist der einzige Markt, der auf alle
B3-Stoffe verzichten wird.
Bei der Produktion von Zierpflanzen bemühen sich die Bau- und
Gartenmärkte, sieben bienengefährdende Wirkstoffe auszuschließen und
sind mit ihren Lieferanten dazu im Gespräch. Schriftliche
Vereinbarungen dazu liegen teilweise bereits vor oder die Märkte
arbeiten laut Abfrage daran. "Wir werden weiterhin beobachten, welche
Fortschritte wirklich erzielt werden", sagt Christiane Huxdorff.
Hellweg macht bislang keine erkennbaren Schritte in Richtung einer
Produktion ohne Chemie.
Achtung Redaktionen: Für Rückfragen erreichen Sie Christiane
Huxdorff, Tel. 0171-6035529, oder Pressesprecherin Antje Rudolph,
Tel. 0151-42261551.
Greenpeace-Pressestelle: Telefon 040-30618-340, E-Mail
presse@greenpeace.de; Greenpeace im Internet: www.greenpeace.de, auf
Twitter: http://twitter.com/greenpeace_de, auf Facebook:
www.facebook.com/greenpeace.de.
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 22.09.2015 - 06:10 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1265311
Anzahl Zeichen: 3810
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Hamburg
Kategorie:
Chemische Industrie
Diese Pressemitteilung wurde bisher 517 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Weniger Pestizide bei Bauhaus, Obi und Toom / Greenpeace veröffentlicht Baumarkt-Abfrage"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Greenpeace e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Hamburg (voices) Marissa Reiserer, Mobilitäts-Expertin (Greenpeace) zum Themen-Impuls: Tempo 30: kleines Schild, große Debatte – wie viel Verkehrswende steckt wirklich drin?. Pressekontakt: Gregor Kessler gregor.kessler@greenpeace.org Copyright: Greenpeace e.V. / Die Verwendung dieses Vi
37 Millionen Euro pro Tag: Ölkonzerne kassieren während Waffenruhe im Irankrieg noch mehr ab / Greenpeace-Berechnung: Konzerne geben gesunkenen Rohölpreis an der Zapfsäule nicht weiter ...
Hamburg, 13. 4. 2026 - Die Übergewinne der Ölkonzerne sind während der Waffenruhe zwischen den USA und Iran weiter deutlich gestiegen. Weil die Konzerne nach dem Ende der Kampfhandlungen die gesunkenen Rohölpreise nicht an die Kundschaft weitergaben, schnellten ihre Gewinne in Deutschland um ein
40 Jahre nach Chornobyl: Greenpeace-Aktive protestieren für Unterstützung bei Wiederaufbau der zerstörten Schutzhülle / Greenpeace-Report dokumentiert Folgen des russischen Drohnenangriffs ...
14. 4. 2026 - Vor dem 40. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Chornobyl protestieren zwei Greenpeace-Aktivist:innen mit einem "Stand With Ukraine"-Banner unmittelbar vor der Atomruine dafür, die Ukraine beim Schutz der Unfallstelle stärker zu unterstützen. Die durch einen russischen Dr
Weitere Mitteilungen von Greenpeace e.V.
Chemische Industrie begrüßt das Schulfach "Wirtschaft" und hält Kritik für "verantwortungslos" / Schüler müssen wirtschaftliche Zusammenhänge verstehen ...
Die Chemie-Verbände Baden-Württemberg weisen die Kritik des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) an der geplanten Einführung des Schulfaches "Wirtschaft" entschieden zurück: "Wer bei diesem Thema versucht, sein ideologisches Süppchen zu kochen, handelt verantwortungslos",
Im Fokus des vierten runden Tisches zuätherischen Ölen stehen die für die REACH-Registrierung erforderlichen Umweltdaten ...
An diesem Freitag, dem 18. September, haben Prodarom und IFRA den vierten runden Tisch mit Stakeholdern aus dem Sektor für ätherische Öle veranstaltet. Diese Sitzung ist eine Fortsetzung der Massnahmen, die vom Sektor bereits unternommen wurden. Angesichts der Herausforderungen und Fragen
SI Group kündigt globale neue Markenidentität an ...
Die SI Group, einer der weltweit führenden Hersteller von chemischen Zwischenprodukten, Spezialharzen und Lösungen, gab heute die Umsetzung einer globalen Markentransformation bekannt. Die neue Markenidentität steht für die Zusammenführung der langen Geschichte und Tradition der SI Group mi
CSA Group schafft neue Prüf- und Zertifizierungskapazitäten für Luft- und Raumfahrt sowie persönliche Schutzausrüstungen in Montreal, Kanada ...
Die CSA Group, ein weltweit führender Anbieter von Dienstleistungen in den Bereichen Normenentwicklung, Produktprüfung und -zertifizierung, hat das Angebot ihres hochmodernen mechanischen Labors in Montreal, Kanada, um Dienstleistungen in den Bereichen Luft- und Raumfahrt sowie persönlich




