KWKG im Kabinett beschlossen / CO2-Einsparpotenziale von KWK und Fernwärme nicht verschenken

KWKG im Kabinett beschlossen / CO2-Einsparpotenziale von KWK und Fernwärme nicht verschenken

ID: 1266100
(ots) - Das Bundeskabinett hat heute die Novelle des
Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) beschlossen. Dazu Katherina
Reiche, Hauptgeschäftsführerin des Verbandes kommunaler Unternehmen
(VKU): "Die Bundesregierung legt in der Novelle den klaren Fokus auf
die Stärkung der KWK in der öffentlichen Versorgung." Schon heute
sparen die kommunalen Unternehmen mehr als elf Millionen Tonnen CO2
jährlich durch den Einsatz der KWK ein. "Damit bringen sie die
Wärmewende in die Kommunen, sorgen für Klimaschutz und tragen zur
Versorgungssicherheit bei. Doch an zentralen Stellen gibt es noch
dringenden Anpassungsbedarf. Leider sind die jetzt vorgesehenen
Förderbedingungen gerade für die neuesten und effizienten Kraftwerke
nicht ausreichend."

Reiche: "Die Rahmenbedingungen für alle 1.300 kommunalen
KWK-Anlagen müssen stimmen, sonst verschenkt die Bundesregierung
erhebliche CO2-Einsparpotenziale und modernste und umweltschonendste
Anlagen müssen vom Netz gehen." Bei einem Anstieg der KWK-Erzeugung
auf 20 Prozent im Jahr 2020 steigt das CO2-Einsparpotenzial - je nach
Umsetzungspfad - um elf bis 15 Millionen Tonnen von 56 auf rund 70
Millionen Tonnen an. Bei einem weiteren Anstieg der KWK-Erzeugung auf
25 Prozent an der gesamten Nettostromerzeugung würde dieser Wert dann
auf rund 82 Millionen Tonnen ansteigen.

Reiche: "KWK-Anlagen sind und bleiben das Rückgrat der
Fernwärmeversorgung. Nur wenn diese Anlagen wirtschaftlich zu
betreiben sind, ist es den Unternehmen möglich, die Wärmenetze zu
erhalten. Das ist die zwingend notwendig, um mehr und mehr
erneuerbare Energien in die Fernwärmeversorgung zu integrieren. Und
nur so kommt die Wärmewende in die Ballungsräume. Um das zu
ermöglichen, muss die Bundesregierung auch an den im
Koalitionsvertrag festgeschriebenen ehrgeizigen Ausbauzielen
festhalten." Das KWK-Ausbauziel sollte weiterhin auf die gesamte


Nettostromerzeugung und der Zeitpunkt der Zielerreichung auf das Jahr
2025 festgelegt werden, so Reiche. "Es muss die Formel gelten: 2 mal
25. 25 Prozent KWK bis 2025."

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt über 1.400
kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie,
Wasser/Abwasser, Abfallwirtschaft sowie Telekommunikation. Mit über
245.000 Be-schäftigten wurden 2012 Umsatzerlöse von mehr als 110
Milliarden Euro erwirtschaftet und mehr als 8,6 Milliarden Euro
investiert. Die VKU-Mitgliedsunternehmen haben im Endkundensegment
einen Marktanteil von 46 Prozent in der Strom-, 59 Prozent in der
Erdgas-, 80 Prozent in der Trinkwasser-, 65 Prozent in der
Wärmeversorgung und 26 Prozent in der Abwasserentsorgung. Sie
entsorgen zudem jeden Tag 31.500 Tonnen Abfall und tragen
entscheidend dazu bei, dass Deutschland mit 65 Prozent die höchste
Recyclingquote unter den Mitgliedstaaten der Europäischen Union
erreicht. Aktuell engagieren sich rund 140 kommunale Unternehmen im
Breitbandausbau. Bis 2018 planen sie Investitionen von rund 1,7
Milliarden Euro - damit können dann rund 6,3 Millionen Kunden die
Breitbandinfrastruktur kommunaler Unternehmen nutzen.



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10115 Berlin
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Datum: 23.09.2015 - 10:56 Uhr
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