Rupprecht/Giousouf: Bildung ist Schlüssel für Integration

Rupprecht/Giousouf: Bildung ist Schlüssel für Integration

ID: 1269253
(ots) - Anerkennungsgesetz erleichtert ausländischen
Fachkräften Integration in den Arbeitsmarkt

Am heutigen Mittwoch fand im Ausschuss für Bildung, Forschung und
Technikfolgenabschätzung eine Expertenanhörung zum Anerkennungsgesetz
statt. Außerdem hat Bundesbildungsministerin Johanna Wanka heute
Maßnahmen ihres Ministeriums für Flüchtlinge vorgestellt. Hierzu
erklären der bildungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im
Deutschen Bundestag, Albert Rupprecht, und die
Integrationsbeauftragte der Fraktion, Cemile Giousouf:

Albert Rupprecht: "Bildung ist der Schlüssel für eine gelungene
Integration. Deshalb begrüßen wir ausdrücklich die heute von
Bundesbildungsministerin Wanka vorgestellten Maßnahmen, die sich auf
den Erwerb der deutschen Sprache, das Erkennen von Kompetenzen und
Potenzialen von Flüchtlingen und ihre Integration in Ausbildung und
Beruf konzentrieren. Das unter Führung der Union bereits im Jahr 2012
beschlossene Anerkennungsgesetz ist dabei ein besonders wichtiges
Instrument.

Die heutige Expertenanhörung im Bundestag hat bestätigt, dass wir
mit diesem Gesetz die Weichen für eine Integration von ausländischen
Fachkräften in den Arbeitsmarkt richtig gestellt und Strukturen
aufgebaut haben, die sich gerade jetzt auszahlen. Denn unter den
Zuwanderern und Flüchtlingen in unserem Land sind viele gut
qualifiziert und verfügen über einen beruflichen Abschluss. Ihr
Potenzial müssen wir nicht zuletzt zur Deckung unseres eigenen
Fachkräftebedarfs bestmöglich nutzen."

Cemile Giousouf: "Der heutige Tag hat einmal mehr deutlich
gemacht: Deutschland fängt bei der bildungspolitischen Integration
der Flüchtlinge nicht bei Null an, sondern wir haben in den letzten
Jahren schon zahlreiche Maßnahmen und Initiativen mit großem Erfolg
auf den Weg gebracht. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung


hat eine maßgebliche Rolle als integrationspolitisches
Schlüsselministerium. Die Unionsfraktion setzt dabei auf keine
Schnellschüsse, sondern bewährte Instrumente wie das
Anerkennungsgesetz. In der Vergangenheit erfolgreich aufgebaute
Strukturen gilt es nun an den gestiegenen Bedarf anzupassen und
Möglichkeiten zur Nachqualifizierung stärker auszubauen."

Hintergrund:

Das am 1. April 2012 in Kraft getretene "Gesetz zur Verbesserung
der Feststellung und Anerkennung im Ausland erworbener
Berufsqualifikationen" - kurz: Anerkennungsgesetz - räumt
ausländischen Fachkräften das Recht ein, dass ihr im Ausland
erworbener Berufsabschluss auf Gleichwertigkeit mit dem deutschen
Referenzberuf überprüft wird. Der Abschluss kann dann vollständig
oder zumindest teilweise anerkannt werden. Wie das Statistische
Bundesamt heute mitteilte, wurden 2014 über 13.200 ausländische
Berufsqualifikationen anerkannt.



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