Holzenkamp/Färber: Mehr Sachlichkeit bei der Bewertung von Glyphosat gefordert
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Wissenschaftliche Erkenntnisse ausschlaggebend
Im Rahmen einer Wirkstoffprüfung durch die Europäische Union wird
der Pflanzenschutzmittelwirkstoff Glyphosat einer turnusmäßigen
Überprüfung unterzogen. Dazu erklären der Vorsitzende der
Arbeitsgruppe Ernährung und Landwirtschaft der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Franz-Josef Holzenkamp, und der
zuständige Berichterstatter Hermann Färber:
"In einer Anhörung des Ausschusses für Ernährung und
Landwirtschaft in dieser Woche wurde deutlich, dass die
Klassifizierung von Glyphosat als vermutlich krebserregend durch eine
Unterorganisation der WHO als Entscheidungsgrundlage nicht
ausreichend ist. Diese stuft Stoffe nach ihrem theoretischen
Gefährdungspotenzial ein. Über das reale Risiko, das mit der
Anwendung eines Stoffes verbunden ist, und ab welcher Intensität der
Exposition eine gesundheitliche Gefährdung besteht, wird keine
Aussage getroffen. Zudem gilt es, bei der Bewertung klar zwischen dem
tatsächlichen Wirkstoff eines Pflanzenschutzmittels und den
Beistoffen zu unterscheiden.
Diese wissenschaftliche Risikoabschätzung obliegt in Deutschland
dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Die fachliche
Unabhängigkeit des BfR ist gesetzlich verankert und steht für die
CDU/CSU-Bundestagsfraktion außer Frage. Somit ist garantiert, dass
Entscheidungen rein auf Grundlage von wissenschaftlichen Fakten und
frei von politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher
Einflussnahme getroffen werden.
Glyphosat ist der am häufigsten verwendete, aber auch einer der am
intensivsten untersuchten Wirkstoffe in Pflanzenschutzmitteln. Im
Einklang mit nationalen und internationalen Bewertungsbehörden ist
das BfR bisher zu dem Schluss gekommen, dass Glyphosat bei
fachgerechter Anwendung unbedenklich ist für Menschen und Tiere. Die
CDU/CSU-Bundestagsfaktion hat auch bei dem aktuellen
Überprüfungsverfahren von Glyphosat vollstes Vertrauen in die
Expertise des Bundesinstituts. Das BfR nun zu kritisieren, weil seine
wissenschaftlichen Erkenntnisse bestimmten politischen Interessen
widerlaufen, ist schlicht unredlich. Alle Beteiligten sind gut
beraten, das Thema mit mehr Sachlichkeit und auf Grundlage von
wissenschaftlichen Fakten zu diskutieren."
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Datum: 30.09.2015 - 14:51 Uhr
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