Kunsthalle Wien: Freier Eintritt als kulturpolitisches Statement
ID: 1269747
Herbstausstellung "Politischer Populismus" populistische Strategien
und setzt ihnen eine Vielfalt künstlerischer Positionen entgegen.
Wichtiges Element der Ausstellung ist die Entscheidung, bei diesem
Projekt auf Eintrittsgelder zu verzichten.
"Kunst und Kultur sind unverzichtbar für jede Gesellschaft und
jeden einzelnen Menschen. Allen Menschen den Zugang zu Kunst und
Kultur zu ermöglichen, ist daher ein wichtiges kulturpolitisches
Ziel. Es sind schließlich auch alle Menschen, die über ihre Steuern
das Kulturangebot finanzieren", unterstreicht Wiens Kulturstadtrat
Andreas Mailath-Pokorny. "In den letzten Jahren ist viel dafür
passiert: Wien ist heute in der glücklichen Lage, zahlreiche
Kulturveranstaltungen gratis anbieten zu können".
Nicolaus Schafhausen, Direktor der Kunsthalle Wien und Kurator der
Ausstellung ergänzt: "Bei der Konzeption der Ausstellung habe ich von
Anfang an "freien Eintritt für alle" mitgedacht - als sinnvolle
Symbiose von kulturpolitischem Statement und populistischer Rhetorik.
Vor allem aber als Versuch, Hemmschwellen zum Besuch unseres Hauses
zu senken. Umso mehr freut es mich, dass die Stadt Wien als Träger
der Institution diese Überlegung, dieses Zeichen unterstützt".
Die Kunsthalle Wien sieht es als ihre Aufgabe, das Spektrum und
Potenzial einer kritischen wie inspirierenden Kunst unserer Zeit
aufzuzeigen und die Potenziale von Kunst für eine sich wandelnde
Gesellschaft herauszuarbeiten. Welchen Mehrwert bietet die
Gegenwartskunst jenseits des Ästhetischen? Welche Funktionen kann und
soll sie für unsere Gesellschaft übernehmen?
Im Spannungsfeld zwischen populistischer Verkürzung und
künstlerischer Komplexität sind die Besucher/innen eingeladen, sich
mit der alltäglichen Erfahrung von Populismus und den
außergewöhnlichen Angeboten der Kunst auseinanderzusetzen. Der
Verzicht auf Eintrittsgelder ist neben dem ambitionierten und
diversen Begleit- und Vermittlungsprogramm zur Ausstellung, zentral
für den Anspruch des Hauses als Institution der Stadt Wien, ein
offenes Forum und Verhandlungsstätte aktueller Themen und zukünftiger
Entwicklungen zu sein.
Zwt.: Gegenentwürfe zur populistischen Vereinnahmung
Die Ausstellung "Politischer Populismus" formuliert in thesenhaft
gruppierten künstlerischen Positionen Gegenentwürfe zu einer
populistischen Vereinnahmung wichtiger gesellschaftlicher Themen.
Themen, die alle angehen, wie Migration, Asyl- und
Flüchtlingspolitik, Überwachung und Spionage, Zensur,
Renationalisierung, Gentrifizierung oder globale Finanzwirtschaft.
Teilnehmende Künstler/innen: Basel Abbas und Ruanne Abou-Rahme,
Lawrence Abu Hamdan, Saâdane Afif, Darren Bader, Keren Cytter, Simon
Denny, Christian Falsnaes, Evgeny Granilshchikov, Flaka Haliti,
Rosemary Heather, Calla Henkel und Max Pitegoff, Anna Jermolaewa,
Johanna Kandl, Minouk Lim, Goshka Macuga, Jumana Manna, Mián Mián,
Marcel Odenbach, Ahmet Ögüt, Trevor Paglen, Hito Steyerl, Erik Van
Lieshout, Jun Yang
Der Eintritt in die Ausstellung "Politischer Populismus" sowie zu
den begleitenden Programmen ist kostenlos und gibt so allen
Interessierten die Möglichkeit, sich kritisch in den Diskurs
einzubringen.
Eröffnung: Politischer Populismus
Datum: 6.11.2015, um 19:00 Uhr
Ort: Kunsthalle Wien Museumsquartier
Museumsplatz 1, 1070 Wien
Url: www.kunsthallewien.at
Pressekonferenz: Politischer Populismus
Datum: 5.11.2015, um 10:00 Uhr
Ort: Kunsthalle Wien Museumsquartier
Museumsplatz 1, 1070 Wien
Url: www.kunsthallewien.at
Rückfragehinweis:
Kunsthalle Wien
Mag. Katharina Murschetz
+43-1-52189-1221
presse@kunsthallewien.at
www.kunsthallewien.at
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/4198/aom
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Datum: 01.10.2015 - 09:25 Uhr
Sprache: Deutsch
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Besuch der Ausstellung "Politischer Populismus" (7. November 2015 bis 7. Februar 2016) ist kostenlos
Kategorie:
Kunst und Kultur
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