Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Volkswagen
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sich nicht unbedingt Freunde. Doch Schönrederei ist nicht das Ding
des Matthias Müller. Schon während seiner Zeit als Porsche-Chef hat
er immer Klartext gesprochen, weder Mitarbeiter noch
Gesprächspartner im Unklaren gelassen. Dass er seiner Linie treu
bleibt, war und ist zu erwarten. Mit seiner Rede gestern vor
22 000 VW-Mitarbeitern in Wolfsburg hat er das nachhaltig
unterstrichen. Wenn der neue Mann an der Spitze des VW-Konzerns
verschärfte Effizienzprogramme, Sparmaßnahmen und sehr großen
Belastungen ankündigt, will er alles andere als Angst verbreiten.
Nein. Müller kennt und nennt die Fakten. Dazu gehört auch das
Wissen darum, dass der Autohersteller Vertrauen verspielt hat -
nicht nur bei Kunden, Handelspartnern und in der Politik, sondern
auch bei den Mitarbeitern. Die und deren Familien lagen Müller schon
bei Porsche am Herzen. Gerade deshalb ist ihm abzunehmen, wenn er
eine schonungslose Aufklärung verspricht, um die Auswirkungen des
»unfassbaren Fehlverhaltens« so gering wie möglich zu halten.
Offenheit und Ehrlichkeit nennt Müller als seine klaren Grundsätze.
Es ist ihm zu wünschen, dass er möglichst viele Mitstreiter
findet, die die gleiche Überzeugung vertreten.
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Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
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Datum: 06.10.2015 - 21:00 Uhr
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