Koalitionseinigung zu sittenwidrigen Löhnen ist Ermunterung zum Lohndumping
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Koalitionseinigung zu sittenwidrigen Löhnen ist Ermunterung zum Lohndumping
"Das ist kein Verbot sittenwidriger Löhne, sondern eine Ermunterung zum Lohndumping", kritisiert der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Klaus Ernst, die Koalitionseinigung zum Verbot sittenwidriger Löhne, die seiner Ansicht nach nicht weit genug geht. Ernst weiter:
"Wenn Löhne, die bis zu 30 Prozent unter dem Branchendurchschnitt liegen, für legal erklärt werden, dann heißt das im Klartext, dass Hungerlöhnen das Gütesiegel der Legalität verpasst wird. Ein Beispiel: Die Tariflöhne für Friseure liegen im Osten zwischen drei und vier Euro pro Stunde. Nach den Vorstellungen von Schwarz-Gelb wären dann Löhne von zwei Euro pro Stunde legal.
Es bleibt dabei: Wir brauchen einen gesetzlichen Mindestlohn, der diesen Namen auch verdient. Arbeit muss sich für alle wieder lohnen. Zehn Euro pro Stunde für Vollzeitbeschäftigte sichern ein Leben oberhalb der Armutsgrenze und eine Rente oberhalb der Sozialhilfe."
F.d.R. Christian Posselt
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
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Datum: 15.10.2009 - 14:48 Uhr
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