Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum VW-Rückruf
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begriffen hatte, dem muss spätestens seit gestern klar sein: Die Lage
ist mehr als ernst. Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hat den Rückruf
von 2,4 Millionen Dieselfahrzeugen des Konzerns angeordnet und
wird ihn überwachen. Auf den freiwilligen Werkstattaufenthalt der
Kunden lässt sich die Behörde nicht ein. Da bei vielen Modellen ein
Software-Update nicht ausreicht, sondern größere Eingriffe in die
Motorentechnik notwendig sind, wird das ein kostspieliges
Unterfangen. Vor allem, da es europaweit um 8,5 Millionen Autos geht.
Die Kunden indessen haben nach der KBA-Entscheidung nun die -
eigentlich nie anzuzweifelnde - Gewissheit, dass ihre Fahrzeuge
nicht stillgelegt werden. Dafür stehen die Händler 2016 vor einer
großen Aufgaben. Sie müssen die Autos nachrüsten. Und das
möglichst zeitnah, nachdem die Halter Post bekommen haben. Der
normale Werkstattbetrieb darf darunter aber nicht leiden. Ein hartes
Brot. Daran hat VW generell zu knabbern. Denn die finanziellen
Aufwendungen für mögliche Strafzahlungen und juristische
Auseinandersetzungen sind derzeit kaum absehbar. Sparen ist also
das Gebot der Stunde. Gleichwohl muss in die Zukunft investiert
werden. Ein Tanz auf der Rasierklinge.
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Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261
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Datum: 15.10.2015 - 21:30 Uhr
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