Westfalenpost: Perfide Störfeuer
Von Andreas Thiemann
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Papst am Ende der dreiwöchigen Bischofssynode gesprochen. Von
Verengung, Verschwörung und vom "Rost einer archaischen und schlicht
unverständlichen Sprache". Es ist nicht das erste Mal, dass
Franziskus seiner kirchlichen Führungsriege derart rigoros ins
Gewissen redet. Doch es ist abermals zu befürchten, dass seine
Botschaft just jene nicht im Geiste erreicht, an den sie so
eindringlich gerichtet ist. Mit Müh' und Not hat der Papst mit seinen
Reformgetreuen bei den Schlussabstimmungen eine Zweidrittel-Mehrheit
erreichen können - und musste dazu noch Allgemeines statt Konkretes
formulieren lassen. Doch selbst das werten die Erneuerer um ihn herum
als einen Erfolg. Die offene Debatte, zu der der Papst die Bischöfe
ermuntert hat, brachte immerhin klarere Grenzlinien innerhalb der
katholischen Weltkirche ans Tageslicht. Dass daneben zum Teil perfide
Störfeuer - wie etwa das bitterböse Gerücht um einen gutartigen (!)
Hirntumor bei Franziskus - das Klima vergiftet haben, ist ein ebenso
peinliches wie armseliges Zeugnis über den derzeitigen Zustand der
Kirchenspitze. Franziskus wird jetzt erst einmal durchatmen. Und dann
hoffentlich die wirklich Kleingläubigen in seinem Umfeld in die
Schranken weisen.
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Datum: 25.10.2015 - 20:24 Uhr
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