Zehn Handwerksbrauereien in Düsseldorf ausgezeichnet
Brautradition in NRW: Unser Geschmack von Heimat –
Mit „Meister.Werk.NRW“ zeichnete NRW-Landwirtschafts- und Verbraucherschutzminister Johannes Remmel als bekennender Bierliebhaber zehn nordrhein-westfälische Handwerksbrauereien mit dem begehrten Preis der Landesregierung aus. In einer Feierstunde würdigte er im Hotel MutterHaus in Düsseldorf zum ersten Mal die herausragenden Leistungen des Brauhandwerks.
Gruppenbild mit dem Minister (mit Bier): Die ausgezeichneten Brauereihandwerksbetriebe aus NRW.(firmenpresse) - Düsseldorf. „Nach wie vor gehört Nordrhein-Westfalen mit seinen traditionellen Betrieben zu den bedeutendsten Standorten in der deutschen Brauereilandschaft“, sagte Johannes Remmel während der Preisverleihung. Die etwa 140 Brauereien im Land produzieren rund 200 Bierspezialitäten. „Jede Region steht für ihre eigene Biersorte. Die Verbundenheit der Menschen mit ihren regionalen Bierspezialitäten vermittelt Identität. Das ist unser Geschmack von Heimat.“ Bei diesem Preis stehe nicht das Produkt, sondern vor allem das traditionelle Brauhandwerk und die Menschen dahinter im Fokus, so der Minister weiter. Er sprach in diesem Zusammenhang von einer tragenden wirtschaftlichen Säule in Nordrhein-Westfalen, denn die meisten Brauereien seien handwerklich geprägte Betriebe. „Handwerksbetriebe aus dem Brauhandwerk, die sich erfolgreich für die besondere Qualität ihrer Produkte und ihrer Betriebsführung einsetzen, verdienen mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung.“
In seinen Grußworten machte der Geschäftsführer des Brauereiverbandes NRW deutlich, welche Bedeutung die Brauwirtschaft für Nordrhein-Westfalen habe. „Immerhin flossen im vergangenen Jahr 167,5 Millionen Euro Biersteuer in die öffentlichen Kassen“, rechnete Jürgen Witt vor. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass der Bierdurst seit 20 Jahren sinkt. Im Jahr 2014 verkauften die NRW-Brauereien noch 22,1 Millionen Hektoliter. Als Gründe nannte Witt neben den veränderten Trinkgewohnheiten die restriktive Alkoholpolitik und die Vorgaben der EU. Mittlerweile dürfe ein Bier ja nicht mehr als ‚bekömmlich’ bezeichnet werden. Umso wichtiger sei es, durch Glaubwürdigkeit, Authentizität und dem Dialog mit dem Konsumenten auf Augenhöhe verlorenes Terrain wiederzuerlangen. „Kleine und mittelständische Handwerksbrauereien können das. Da bin ich mir sicher.“
„Für uns ist diese Auszeichnung etwas ganz Besonderes“, freute sich Friederike Strate von der Privatbrauerei Strate in Detmold. „Dieser Preis war für die gesamte Branche längst überfällig.“ Und ihre Schwester Simone fügte hinzu: „Mit einer derartigen Auszeichnung haben wir nun die Chance, auf das Brauhandwerk in Nordrhein-Westfalen öffentlichkeitswirksam aufmerksam zu machen. Jetzt benötigen wir noch die entsprechenden Vertriebswege, damit unsere regionaltypischen Produkte aus NRW auch die Verbraucher erreichen können.“
Auch der Vorsitzende des Brauereiverbandes NRW wurde als Geschäftsführender Gesellschafter der Privatbrauerei Bolten in Korschenbroich ausgezeichnet. „Für die Preisträger ist diese Auszeichnung ein hervorragendes Marketinginstrument. Die handwerklich eingebrauten Biere in Nordrhein-Westfalen stehen für Regionalität, hervorragende Qualität und absolute Nähe zum Verbraucher. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die faire Bezahlung unserer Mitarbeiter. Und das macht die Auszeichnung so einzigartig.“
www.brauereiverband-nrw.de
Die ausgezeichneten Betriebe:
Privatbrauerei Strate Detmold GmbH & Co. KG, Detmold
Gräflich zu Stolberg'sche Brauerei Westheim GmbH, Marsberg-Westheim
Privatbrauerei Moritz Fiege GmbH & Co. KG, Bochum
Privatbrauerei Ernst Barre GmbH, Lübbecke
Warburger Brauerei GmbH, Warburg
Brauerei Heller GmbH, Köln
Fredulux Brau GmbH, Duisburg
Privatbrauerei Bolten GmbH & Co. KG, Korschenbroich
Gleisbrauer UG, Frechen
Pfaffen Brauerei Max Päffgen GmbH & Co. KG, Lohmar
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Der Brauereiverband NRW mit Sitz in Düsseldorf setzt sich aus dem Verband Rheinisch-Westfälischer Brauereien e.V. und dem Arbeitgeberverband Rheinisch-Westfälischer Brauereien und Mälzereien e.V. zusammen.Der Verband Rheinisch-Westfälischer Brauereien wurde im Jahr 1900 gegründet. Er vertritt die Brauwirtschaft in Nordrhein-Westfalen und hat seinen Sitz in der Landeshauptstadt Düsseldorf. Zweck des Verbandes ist die Wahrnehmung und Förderung der gemeinsamen Belange der Brauereien, die Förderung eines fairen und die Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs sowie die Beratung der Mitgliedsbrauereien und die Förderung des Erfahrungsaustausches insbesondere auf wirtschaftlichem, technischem und fachrechtlichem Gebiet. Der Verband Rheinisch-Westfälischer Brauereien ist ein Landesverband. Ihm gehören als Bezirksgruppen, die Norddeutsche Brauerei-Vereinigung e.V., der Siegener Brauereiverband e.V. und der Kölner Brauerei-Verband e.V. an. Er ist Mitglied des Deutschen Brauer-Bundes e.V. in Berlin. Der Arbeitgeberverband Rheinisch-Westfälischer Brauereien und Mälzereien wurde im Jahr 1948 gegründet. Zu seinen Aufgaben gehört die Wahrnehmung und Förderung aller arbeitgeberbezogenen tarif- und sozialpolitischen Belange der Brauereien und Mälzereien. Der Arbeitgeberverband ist Tarifvertragspartei und schließt in dieser Eigenschaft Tarifverträge mit den Gewerkschaften ab. Darüber hinaus berät und vertritt er die Mitgliedsbetriebe in allen arbeits-, tarif- und sozialrechtlichen Angelegenheiten.
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Datum: 27.10.2015 - 11:14 Uhr
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