Baugewerbe zum aktuellen Wohngeld- und Mietenbericht der Bundesregierung: Gegen steigende Mieten hil

Baugewerbe zum aktuellen Wohngeld- und Mietenbericht der Bundesregierung: Gegen steigende Mieten hilft nur Bauen!

ID: 1282095
(ots) - "Gegen steigende Mieten hilft keine
Mietpreisbremse. Gegen steigende Mieten helfen nur neue Wohnungen und
die muss man bauen." So der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes
des Deutschen Baugewerbes, Felix Pakleppa, zu dem gestern
vorgestellten Wohngeld- und Mietenbericht der Bundesregierung.

Pakleppa weiter: "Der Wohnungsneubau in den Ballungszentren ist
unter 2.500 Euro pro qm kaum machbar, rechnet man alle Kosten, wie
z.B. auch die Grundstückskosten in die Kalkulation ein. Daraus
errechnen sich Kostenmieten von 10 bis 12 Euro pro qm Wohnfläche.
Will man diesen Kreis durchbrechen, muss die Politik sich mehr
einfallen lassen als eine Mietpreisbremse, wie z.B. eine deutliche
Erhöhung der Afa; die Kommunen müssen zusätzlich bereit sein, Bauland
günstiger als bisher zur Verfügung zu stellen, und die Länder sollten
darüber nachdenken, ob die Erhöhung der Grunderwerbsteuer tatsächlich
der richtige Weg ist."

Vor dem Hintergrund massiv steigender Flüchtlingszahlen fordert
das deutsche Baugewerbe, dessen Firmen zu mehr als 90 % den
Wohnungsbau in Deutschland leisten, eine Erhöhung der Afa, die
Zweckbindung der Entflechtungsmittel für den Sozialen Wohnungsbau
sowie die Aufnahme von sog. Typenhäusern in die Musterbauordnung des
Bundes und die Landesbauordnungen der Länder, um die
Genehmigungsverfahren abzukürzen. Es kann nicht sein, dass die
Kommunen für einen Quadratmeter im Container mehr als 2.500 Euro
ausgeben müssen, wenn sie denselben Quadratmeter in einem regulären
Gebäude für 1.500 Euro bekommen können. Die Bauunternehmen können
schnell bauen, wenn Planungs- und Genehmigungsverfahren deutlich
reduziert werden.

"Es kann auch nicht sein, dass in Ostdeutschland Wohnungen in
Größenordnung leerstehen, die aber vor eine Neuvermietung bzw.
Neubelegung mit Flüchtlingen erst nach den neuesten Elektro- und


Wasserbestimmungen saniert werden müssen, und nur weil Wasser und
Strom abgemeldet waren. Wir haben nicht den Eindruck, dass sich
irgend etwas bewegt. Es kann nicht sein, dass die Bauminister der
Bundesländer ernsthaft darüber diskutieren, die um 500 Mio. Euro
aufgestockten Kompensationsmittel für den sozialen Wohnungsbau
tatsächlich auch zweckgebunden einzusetzen. Wer mehr Wohnungen haben
möchte, muss dafür sorgen, dass sie gebaut werden. Die Bauminister
von Bund und Ländern haben es in der Hand, auf ihrer Konferenz heute
und morgen die entsprechenden Beschlüsse zu fassen und anschließend
auch in die Tat umzusetzen." So der Hauptgeschäftsführer des größten
und ältesten Bauverbandes.



Pressekontakt:
Dr. Ilona K. Klein
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Zentralverband Deutsches Baugewerbe
Kronenstr. 55-58
10117 Berlin
Telefon 030-20314-409, Fax 030-20314-420
eMail klein@zdb.de, www.zdb.de

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