Arbeitsmarktexperte: Stärkere Regulierung der Zeitarbeit verbaut Wege aus der Arbeitslosigkeit
ID: 1284689
bedrohen die Arbeitsplatzchancen Geringqualifizierter. Darauf deuten
wissenschaftlichen Daten hin, die der Arbeitsmarktexperte Holger
Schäfer (IW Köln) heute Vormittag in Berlin vorstellte. Bei einer
Veranstaltung der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)
erinnerte Schäfer daran, dass knapp ein Viertel der Zeitarbeitnehmer
keine berufliche Ausbildung habe.
Die Bundesregierung hatte in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart,
die Überlassungshöchstdauer von Zeitarbeitnehmern auf 18 Monate zu
beschränken. Darüber hinaus soll festgelegt werden, dass
Zeitarbeitnehmer künftig spätestens nach neun Monaten hinsichtlich
des Arbeitsentgelts mit der Stammbelegschaft gleichgestellt werden.
Ein entsprechender Gesetzentwurf dazu wird voraussichtlich in den
kommenden Tagen vorgestellt.
Im Rahmen der INSM-Veranstaltung wies der Unionspolitiker Albert
Stegemann, MdB und Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales,
darauf hin, dass die zusätzlichen Regelungen das bestehende Regelwerk
ergänzen sollen "und nicht die wünschenswerten Funktionen
beeinträchtigen." Zwar habe es früher Missbräuche gegeben, "für die
geplante gesetzliche Änderung müssen wir allerdings die Zeitarbeit
von heute betrachten. Heute ist dieser Bereich des Arbeitsmarktes
weitgehend reguliert und hat seine feste Bedeutung", erklärte
Stegemann weiter. Er hoffe, dass eine gesetzliche Lösung gefunden
werde, "die nicht dazu führt, dass wir Arbeitnehmern das Leben
schwerer machen, als sie es ohnehin haben."
"Zeitarbeit bietet vor allem Arbeitssuchenden eine gute Brücke in
den Arbeitsmarkt", erklärt der Geschäftsführer der INSM, Hubertus
Pellengahr. Fast zwei Drittel der Zeitarbeitnehmer gingen unmittelbar
vor ihrer Einstellung keiner Beschäftigung nach. "Wer diese Brücke
zum Einsturz bringt ist verantwortlich, wenn die Arbeitslosigkeit
Geringqualifizierter wieder ansteigt. Die Bundesregierung sollte
daher auf zusätzliche und schädliche Einschränkungen verzichten", so
Pellengahr.
Weitere Informationen und eine Faktensammlung zum Thema Zeitarbeit
finden Sie unter www.insm.de/Presse.
Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ist ein
überparteiliches Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.
Sie wirbt für die Grundsätze der Sozialen Marktwirtschaft in
Deutschland und gibt Anstöße für eine moderne marktwirtschaftliche
Politik. Die INSM wird von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und
Elektro-Industrie finanziert.
Pressekontakt:
Pressesprecher INSM: Florian von Hennet, Tel. 030 27877-174;
hennet@insm.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 04.11.2015 - 13:20 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1284689
Anzahl Zeichen: 2932
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Arbeit
Diese Pressemitteilung wurde bisher 291 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Arbeitsmarktexperte: Stärkere Regulierung der Zeitarbeit verbaut Wege aus der Arbeitslosigkeit"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
INSM am Tag des "Entlastungskabinetts": Bürokratieabbau machen, nicht nur ankündigen Entgegen anderslautenden Behauptungen aus der Politik erleben die Unternehmen weiterhin steigende Bürokratielasten. Dies ergibt eine neue Studie des IW Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Mark
Koalitionsausschuss: Ein großer Schritt für die Koalition, ein kleiner für die Wirtschaft / INSM lobt Arbeitsrechtsflexibilisierung und Bürokratieabbau, vermisst aber spürbare Entlastungen ...
Berlin - INSM-Geschäftsführer Thorsten Alsleben: "Mehr, als sich die Koalition zugetraut hätte, aber kein Aufbruchssignal" / INSM-Volkswirte bewerten (https://www.insm.de/aktuelles/oekonomenblog/ergebnisse-des-koalitionsausschusses-rente-und-buerokratie-sehr-gut-entlastungen-gehen-nicht
ifo-Studie im Auftrag der INSM / Sparpotenzial von 60 Milliarden Euro bis 2030 im Bundeshaushalt ...
Im Bundeshaushalt gibt es Einsparpotenzial von zweistelligen Milliardenbeträgen pro Jahr, die sich bis zum Jahr 2030 auf dann 60 Milliarden erhöhen, so das erste Zwischenergebnis einer Studie des ifo-Instituts im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Laut ifo-Präsident Cleme
Weitere Mitteilungen von Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)
Mit "BAuA-Praxis" zum Umgang mit Carbon Nanotubes beraten / Sicheres Arbeiten mit Nanomaterialien (FOTO) ...
Ob in der Halbleiterproduktion oder beim Flugzeugbau, Kohlenstoffnanoröhrchen, kurz CNT für Carbon Nanotubes, finden sich aufgrund ihrer technischen Eigenschaften in immer mehr Werkstoffen. Dabei kann der Umgang mit diesem Nanomaterial gesundheitliche Risiken bergen. Um Betroffene im Rahmen
Tillmann/Horb: Zollverwaltung wird für die Aufgaben der Zukunft gestärkt ...
Gründung der Generalzolldirektion beschlossen Der Finanzausschuss des Deutschen Bundestages hat am heutigen Mittwoch das Gesetz zur Neuorganisation der Zollverwaltung abschließend beraten. Dazu erklären die finanzpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Antje Tillmann sowie die
Drei Unternehmen erstmalig mit dem Otto Heinemann Preis ausgezeichnet / Feierliche Preisvergabe durch Mittelstandsbeauftrage des BMWI Staatssekretärin Iris Gleicke auf der Berliner Pflegekonferenz ...
Wie können wir neben Beruf und Familie künftig auch noch die Pflege von Angehörigen meistern? Was können Unternehmen tun, um ihren Mitarbeitern nicht nur kinder-, sondern auch pflegefreundliche Arbeitsbedingungen zu bieten? Gestern Abend wurden im Rahmen der 2. Berliner Pflegekonferenz Unterne
Recherche von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung: Krankenkassen fordern Sozialabgaben für Ryanair-Piloten ...
Die Krankenkassen in Deutschland fordern von einem britischen Personalvermittler die Nachzahlung von Sozialabgaben für Ryanair-Piloten. Das geht jetzt aus einem Schreiben des Spitzenverbands der Krankenkassen an Piloten hervor, das WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung vorliegt. Damit steht ei




