Quote für E-Autos und weitere Zuschüsse?
Stellungnahme des Fuhrparkverbands zum Vorschlag von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD).
Prinzing: E-Autos verschenken ist für den Staat günstiger.(firmenpresse) - Mannheim, im November 2015. Die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) fordert eine Kaufprämie für Elektroautos, denn die Preise seien zu hoch. Das sei der Grund, warum sich die potenziellen Käufer noch zurückhielten. Sie schreibt, dass es "neben steuerlichen Anreizen eine Kombination aus einer verpflichtenden Quote für E-Fahrzeuge, verbunden mit einem staatlichen Kaufzuschuss" geben müsse.
Wir möchten unsere Position nochmal kurz zusammenfassen: Wir begrüßen politische Initiativen, alternative Antriebe im Sinne einer positiven ökologischen Entwicklung zu fördern. Das Ziel muss allerdings sein, die Emissionen zu reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen sollte der beste Weg, die besten Alternativen gefunden werden. Eine einseitige Konzentration auf eine Antriebsart kann nicht die Lösung sein. Wir haben nichts dagegen, wenn die deutsche Automobilindustrie in der E-Technologie führend agiert. Doch derzeit ist die Elektromobilität noch nicht die beste Alternative.
Rund 19.000 Elektrofahrzeuge sind in Deutschland zugelassen. Auf noch niedrigem Niveau ist das mit einem ordentlichen Plus von über 50 Prozent zum Vorjahr gar nicht so schlecht. Dennoch muss die Bundesregierung ihr Ziel, bis 2020 eine Million E-Fahrzeuge auf die Straße zu bringen, wohl abschreiben. Sie liegt erst bei 1,9 Prozent Zielerfüllung und weniger als fünf Jahre bleiben. Utopisch. Der Preis für die gute, aber an den Vorgaben gemessen noch lange nicht ausreichende Entwicklung ist hoch.
Insgesamt soll der Markt mit 2,4 Milliarden Euro subventioniert worden sein. Das entspräche mehr als 1,2 Millionen Euro pro zugelassenem Fahrzeug. Es wäre besser, wenn die Bundesregierung einer Million Bürgern ein Elektrofahrzeug schenkt. Dann wären die Ziele erreicht und das würde bei einem Durchschnittspreis von 30.000 Euro "nur noch" 30 Milliarden Euro kosten. Wenn die Subventionen so weiter eingesetzt werden liegen wir beim 400-fachem, also bei 12 Billionen Euro aus Steuergeldern.
Und was soll bitte eine verbindliche Quote in der Marktwirtschaft bedeuten? Es bleibt unklar, wie das funktionieren soll. Soll der Industrie vorgegeben werden, wie viele Benziner sie bauen dürfen. Oder werden wir im Handel bald mit Schildern begrüßt: "Bis Ende des Jahres nur noch E-Autos!"? Auch das hört sich alles andere als realistisch an.
Marc-Oliver Prinzing, Vorsitzender des Vorstands des Bundesverbands FuhrparkmanagementWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Der Bundesverband Fuhrparkmanagement wurde im Oktober 2010 als Initiative von Fuhrparkverantwortlichen gegründet. Er vertritt die Interessen seiner Mitglieder, die Fuhrparks zwischen 5 und über 20.000 Fahrzeugen betreiben. Mitglieder sind unter anderem Unternehmen wie Axel Springer Services & Immobilien GmbH, Bankhaus B. Metzler seel. Sohn & Co. KGaA, KPMG AG, CANCOM IT, KAEFER Isoliertechnik, FC Gelsenkirchen-Schalke 04 e. V., Sparkassen-Einkaufsgesellschaft mbH oder Stadtwerke Heidelberg Netze GmbH.
Vorstandsmitglieder des Verbandes sind Marc-Oliver Prinzing (Vorsitzender), Bernd Kullmann (Fuhrparkleiter Ideal Versicherung), Guido Krings (Fuhrparkleiter Unify) und Dieter Grün (Fuhrparkleiter Stadtwerke Heidelberg Netze). Geschäftsführer des Verbandes ist Axel Schäfer. Der Sitz des Verbandes und der Geschäftsstelle ist Mannheim.
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Datum: 10.11.2015 - 08:40 Uhr
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