Afrika: "Deutsche Unternehmen müssen jetzt aufwachen"
ID: 1287652

(PresseBox) - Es war wie ein Weckruf. Afrika biete deutschen Firmen in Zukunft erhebliche Potenziale. Nur müssten diese auch genutzt werden ? mit diesem Appell leitete der Vorsitzende des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft eine spannende Podiumsdiskussion zu Chancen und Risiken auf dem afrikanischen Kontinent an der FH Flensburg ein.
Eingeladen hatte das an der FH angesiedelte ?Centre for Business and Technology in Africa?, und es kamen weit über 100 Gäste. Der Hörsaal war so voll, dass extra Stühle nachträglich herein getragen werden mussten. Auf dem Plenum saßen führende Wirtschaftsvertreter und erfahrene Afrikakenner, die sich mit Prof. Dr. Thomas Schmidt (Leiter des Zentrums) sowie Prof. Dr. Kay Pfaffenberger über ihre Erfahrungen als Investoren und deutsche Unternehmer in Afrika austauschten. Dr. Stefan Liebing, Vorsitzender des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft, in dem alle namhaften deutschen Dax-Unternehmen sowie eine Vielzahl von Mittelständlern organisiert ist, konnte aus erster Hand berichten, dass die deutschen Unternehmen ihr Engagement auf dem Kontinent noch wesentlich ausbauen könnten und müssten. Als letzte große Region der Erde habe Afrika die Industrialisierung größtenteils noch vor sich und böte dem interessierten Investor oder Unternehmen hervorragende Chancen. Obwohl chinesische Unternehmen das schon viel früher begriffen hätten, liege die Chance des deutschen Mittelstandes und der Industrie in der hohen Qualität deutscher Produkte, Dienstleistungen und Technologien. Diese Erfahrung teilte auch Timo Küttenbaum von der Firma ILF-Beratende Ingenieure, die auf dem Kontinent überall Beratungsaufträge wahrnimmt. Deutsche Ingenieure und ihr Know-how seien bei der Umsetzung des Baus von Pipelines, im Bereich Erneuerbare Energien oder Verkehrsprojekten stark nachgefragt. Wurde der Auftrag auch so umgesetzt, wie vom Architekten oder Projektleiter konzipiert? Gerade wenn die Arbeiten vor Ort von lokalen oder chinesischen Firmen durchgeführt werden, komme einer ?Endabnahme? durch erfahrene Ingenieure eine bedeutende Rolle zu.
Richtig ins Schwärmen kam auch Dieter Ammer. Als erfahrener deutscher Unternehmenslenker (Tchibo, Beck?s, Conergy) hat er seine Wurzeln in Namibia und Südafrika, und betreibt dort weiterhin eigene Firmen. Gerade am Beispiel der sogenannten Generika auf dem Arzneimittelmarkt wie auch in der gesamten Drogeriesparte böten die afrikanischen Märkte hoch spannende Perspektiven. In diesem Enthusiasmus stand auch Cornelius Gerber, lange Jahre CEO von Kuehne&Nagel in Nichts nach. Beide ermutigten die anwesenden Studierenden, sich auf die Erfahrung einzulassen, die ein Auslandssemester oder -praktikum auf dem Kontinent böten. Afrika, so die Experten, sei so ein vielschichtiger Kontinent, der für alle Arten von Produkten und Dienstleistungen Märkte böte, von Konsumartikeln für den nigerianischen und südafrikanischen Markt, über Minenbau und erneuerbare Energien im Norden des Kontinents bis hin zu den IT-Märkten im sogenannten ?Savannah Valley? (in Anlehnung an das amerikanische Silicon Valley) in Ostafrika. Den gesamten Kontinent zeichne aus, dass es sehr ehrgeizige, fleißige und erfolgshungrige junge Menschen gäbe, die auf eine Gelegenheit warteten. Zudem biete die Entwicklung auch den Menschen in Afrika eine langfristige Perspektive in ihren Heimaltländern.
Alle Experten waren sich darin einig, dass das in Flensburg ansässige Zentrum eine wichtige Funktion übernimmt und die Veranstaltungsreihe fortgesetzt werden sollte. Ein Zuhörer brachte es auf den Punkt, er habe über Afrika noch nie so viel gelernt, wie in den zwei Stunden, die die Veranstaltung dauerte.
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: PresseBox
Datum: 11.11.2015 - 11:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1287652
Anzahl Zeichen: 3714
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Flensburg
Kategorie:
Bildung & Beruf
Diese Pressemitteilung wurde bisher 682 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Afrika: "Deutsche Unternehmen müssen jetzt aufwachen""
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Fachhochschule Flensburg (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Von heute an bis zum 14. Januar ist im Fördepark Flensburg eine große Ausstellung zu bewundern, die Bilder vom Kometen Churyumov-Gerassimenko -kurz Chury- zeigt. Die Bilder wurden vom Raumschiff Rosetta aus unterschiedlichen Entfernungen aufgenommen. Rosetta erreichte den Kometen nach 10j
Erfolg durch Nachhaltigkeit: Flensburger Forschungsprojekt berät Rohmilchkäserei Backensholz ...
Regionen sind als integrierter Wirtschafts- und Lebensraum zu begreifen: Durch den Strukturwandel werden diese zunehmend verändert. Sie müssen nachhaltiger werden, denn schon jetzt sind Konkurrenzsituationen um knappe oder begrenzte Ressourcen wie hochqualifizierte Arbeitskräfte, mobiles Kapital
Voller Energie: Lange Tage der Beratung an der Hochschule Flensburg ...
Wer sich für Energie- und Wirtschaftsthemen interessiert ist an der Hochschule Flensburg genau richtig. Für diese beiden Bachelorstudiengänge können sich junge Menschen zum Sommersemester einschreiben. Worum es genau geht, erklären die Studienberater in speziell eingerichteten Sprechstunden.
Weitere Mitteilungen von Fachhochschule Flensburg
Seminar "Von Low Performance zu High Performance" ...
> Wie können Mitarbeiterpotentiale optimal genützt und gehoben werden? > Welche Führungsinstrumente haben sich im Tagesgeschäft bewährt? > Was macht eigentlich ein Hochleistungs-Team aus? > Welche Entwicklungsphasen durchläuft es? > Führungserfolg und Unternehmenserfolg sin
Personalhaushalt in Theorie und Praxis - 27.-29.01.16 ...
Aufbauseminar I Personalhaushalt in Theorie und Praxis 27.-29. Januar 2016, Berlin 25.-27. Oktober 2016, Bonn Planstellen oder Stellen, AT-Vertrag, Leerstellen, befristete Arbeitsverträge, kw-Vermerke, Topfwirtschaft, Personalkostensätze, Überhangpersonal, Stellen
Wie Führung, Zusammenarbeit und Kundenkontakt nicht nur auf 10'000 Metern Flughöhe erfolgreich gelingen ...
Jeder, der einmal geflogen ist, kennt es: Sobald sich die Türen des Flugzeugs schliessen, befindet man sich für die Zeit des Fluges in einer eigenen kleinen Welt - vergleichbar mit dem Geschehen in einem Unternehmen. Als ehemaliger Flight Attendant und Matre de Cabine, nutzt der heutige Executive
Vortrags- und Diskussionsreihe "BACKGROUND" der School of Architecture ...
Am Mittwoch, dem 18. November 2015, setzt die School of Architecture der Hochschule Bremen um 13 Uhr die öffentlich Vortrags- und Diskussionsreihe Background zum Thema ?Wege und Orte - Fragen an den öffentlichen Raum? mit einer ?Lunch Lecture? fort. Jörg Seifert aus Hamburg spricht über das




