Knicklichter sind nichts für kleine Kinder
ID: 129336
Knicklichter sind nichts für kleine Kinder
BfR registriert Zunahme der Unfälle von Kleinkindern mit Knicklichtern und Leuchtstäben
Seit 2005 beobachtet der Giftnotruf Berlin einen starken Anstieg der Unfälle von Kleinkindern mit Knicklichtern. Wurden im Jahr 2005 noch 105 Anfragen dazu registriert, waren es im vergangenen Jahr bereits 393. Darüber hat der Giftnotruf das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) informiert. Die Kinder nehmen die Knicklichter in den Mund. Wenn sie sie aufbeißen, tritt die darin enthaltene Flüssigkeit aus, die offenbar brennt und die Mundschleimhaut reizt. Die Beschwerden sind vorübergehend, doch BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel rät zur Vorsicht: "Da die Hersteller in der Regel unbekannt sind und auf den Verpackungen keine Angaben über die Inhaltsstoffe machen, liegen uns keine genauen Informationen zur Zusammensetzung der Flüssigkeiten in den Knicklichtern vor." Eltern sollten sie also außerhalb der Reichweite von Kleinkindern aufbewahren. Knicklichter erfreuen sich auf Kindergeburtstagen und auch bei Jugendlichen als Party-Accessoire großer Beliebtheit: Sie werden unter anderem im Mund getragen und bewegt. Sollten sie versehentlich intakt verschluckt werden, besteht jedoch kein Grund zur Sorge: Knicklichter werden während der Verdauung nicht zerstört und somit wieder ausgeschieden.
Knicklichter, auch Leuchtstäbe genannt, enthalten chemische Leuchtmittel. Sie bestehen aus einem flexiblen Kunststoffstab, der zwei Kammern mit verschiedenen chemischen Flüssigkeiten enthält. Wird der Stab geknickt, verbinden sich die Flüssigkeiten aus den beiden Kammern. Die chemische Reaktion bewirkt, dass der Stab leuchtet. Je nach Zusammensetzung der Flüssigkeiten leuchtet das Knicklicht in einer bestimmten Farbe und für eine bestimmte Zeit.
Knicklichter sind eine leicht transportierbare Notbeleuchtung, Angler setzen sie ein, um auch im Dunkeln den Schwimmer oder die Spitze der Angelrute sehen zu können. Zunehmend werden sie auch als Party-Accessoire getragen, und zwar im Mund und dabei wie ein Bonbon hin- und herbewegt. Dies ist unproblematisch, solange die Knicklichter dabei intakt bleiben. Tritt die Leuchtflüssigkeit aus, zum Beispiel durch Kauen auf dem Knicklicht, ist mit Reizungen der Mundschleimhaut zu rechnen.
Die gesundheitlichen Risiken lassen sich nur schwer einschätzen, weil in der Regel keine Informationen zur genauen Zusammensetzung der Produkte vorliegen. Knicklichter und Leuchtstäbe werden zumeist lose auf Konzerten, Jahrmärkten, in Diskotheken, bei anderen Veranstaltungen und über den Internetversandhandel verkauft. Es handelt sich häufig um Importprodukte, Angaben zu den Herstellern und Inhaltsstoffen finden sich auf den Produkten zumeist nicht.
Da dem BfR keine Informationen zur genauen Zusammensetzung der Leuchtflüssigkeiten vorliegen, weist das Institut vorsorglich darauf hin, Knicklichter und Leuchtstäbe nicht in der Reichweite von Kleinkindern aufzubewahren.
Bundesinstitut für Risikobewertung
Pressestelle
Thielallee 88-92
14195 Berlin
Tel.: +49-(0)30-18412-4300
Fax: +49-(0)30-18412-4970
E-Mail: pressestelle@bfr.bund.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 22.10.2009 - 12:18 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 129336
Anzahl Zeichen: 0
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 276 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Knicklichter sind nichts für kleine Kinder"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
BfR startet Forschungsprojekt zur Gruppierung von Nanomaterialien in Gefährdungskategorien Am 14. und 15. Januar 2016 haben sich am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) internationale Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Behörden und Industrie zur gemeinsamen Auftaktveranstaltung f
Wild und Wein - aber sicher ...
BfR gibt Verbrauchertipps auf der Internationalen Grünen Woche 2016 Was ist eigentlich Wein, welche Kategorien und Qualitätsklassen gibt es und welche Verfälschungen? Worauf sollte beim Verzehr von Rohwurst aus Wildfleisch geachtet werden? Antworten auf diese und weitere Fragen erhalten Besu
Übertragbare Colistin-Resistenz in Keimen von Nutztieren in Deutschland ...
BfR weist auf die Übertragbarkeit eines Resistenzgens in der Human- und Veterinärmedizin hin Erste Untersuchungsergebnisse aus dem Resistenzmonitoring am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zeigen, dass das erstmalig in China nachgewiesene übertragbare Gen mcr-1, das eine Resistenz geg
Weitere Mitteilungen von Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
CSU und Steinbach provozieren wieder Streit mit Polen ...
> Zur Forderung der CSU nach einem Sitz im Rat der "Stiftung Flucht, Vertreibung, Versoehnung" fuer Erika Steinbach erklaert die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Angelica Schwall-Dueren: Mit neuen Forderungen nach einem Sitz im Rat der "Stiftung Flucht, V
Späte Einsicht ...
rklärung der Sozialminister der Länder bezüglich der Neuberechnung von Hartz-IV-Regelsätzen für Kinder erklärte die stellvertretende Parteivorsitzende Katja Kipping: Wenn auch spät, so kommt doch jetzt auch den Sozialministern die Einsicht, dass die Kinderregelsätze bei Hartz IV zu niedri
Gebäudereiniger-Streik ...
> Frankfurt am Main - Am zweiten Tag des Gebäudereiniger-Streiks wurden die Arbeitsniederlegungen "planmäßig fortgesetzt und ausgeweitet", teilte die zentrale Streikleitung der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) am Mittwoch (21.10.) mit. "Auch heute bleiben in vielen Gebäuden bund
Keine Gewalt gegen Frauen akzeptieren - auch nicht in der Ehe ...
> In Afghanistan wird derzeit der Entwurf eines Gesetzes zur Eliminierung von Gewalt gegen Frauen diskutiert. Dazu erklärt die Vorsitzende der Gruppe der Frauen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ingrid Fischbach MdB: In Afghanistan zeichnet sich ein weiterer kleiner Erfolg für die Gleichberec




