FREIE WÄHLER gegen Zwangszuweisungen von Flüchtlingen an Kommunen
ID: 1294884
Staatsregierung geplante Zwangszuweisung von Flüchtlingen an Kommunen
vehement ab. "Die Stimmung in der Öffentlichkeit hinsichtlich des
Themas Asyl würde sich weiter zuspitzen und noch mehr kippen", warnte
der Vorsitzende der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion Hubert Aiwanger am
Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Bayerischen Landtag. "Wir
wollen, dass die bayerischen Landratsämter personell und finanziell
gestärkt werden, sodass sie die aktuellen Herausforderungen
bewältigen können."
Man dürfe die Bürgermeister nicht überfordern - viele von ihnen
seien schließlich ehrenamtlich tätig, erklärte Aiwanger. "Wichtig
ist, dass Bund und Freistaat ihre Hausaufgaben machen: Berlin soll
für eine Reduzierung der Flüchtlingszahlen sorgen, Bayern muss mehr
Asylrichter einstellen, die Asylverfahren beschleunigen und damit die
Anzahl der Fehlbeleger in den Unterkünften senken. So reichen die
bestehenden Einrichtungen auch aus."
Die FREIEN WÄHLER schließen sich der Position des Bayerischen
Gemeindetages an, der sich ebenfalls strikt gegen Zwangszuweisungen
ausgesprochen hatte. Aiwanger machte auf eine weitere Problematik
aufmerksam: "Den Landkreisen wird für die Anmietung von
Asylunterkünften künftig nur mehr die ortsübliche Miete vom Freistaat
erstattet. Erfahrungsgemäß bekommt man für diesen Mietpreis aber kein
vernünftiges Gebäude als Asylunterkunft." Hier entstehe eine
Finanzierungslücke, die letztlich an den Städten und Gemeinden hängen
bleibe. Das sei inakzeptabel.
Die Bürgermeister seien für eine menschenwürdige Unterbringung der
Flüchtlinge verantwortlich, erklärte Joachim Hanisch,
kommunalpolitischer Fraktionssprecher und Mitglied des
Landtagsinnenausschusses. Durch eine Zwangszuweisung von
Asylbewerbern sieht der FREIE WÄHLER-Abgeordnete allerdings die
kommunale Selbstverwaltung in Gefahr. "Nicht jede Gemeinde hat
entsprechende Unterkünfte zur freien Verfügung. Den Plänen der
Staatsregierung zufolge müssten die Bürgermeister dann Hotelzimmer
anmieten - für sehr viel Geld. Wir werden eine solche
Kommunalisierung staatlicher Aufgaben nicht zulassen."
Pressekontakt:
Der Pressesprecher der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion
im Bayerischen Landtag
Dirk Oberjasper, Maximilianeum, 81627 München
Tel. 089 / 4126 - 2941, dirk.oberjasper@fw-landtag.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 02.12.2015 - 15:40 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1294884
Anzahl Zeichen: 2648
Kontakt-Informationen:
Stadt:
München
Kategorie:
Kommune
Diese Pressemitteilung wurde bisher 367 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"FREIE WÄHLER gegen Zwangszuweisungen von Flüchtlingen an Kommunen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Freie Wähler Landtagsfraktion Bayern (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Freie Wähler Landtagsfraktion Bayern
"Grafik des Monats" - Thema im Dezember: Von der Müllabfuhr bis zur Verteidigung (FOTO) ...
Grafiken liefern die wichtigsten Informationen und Hintergründe auf einen Blick. Seit mehr als 60 Jahren versorgt dpa-infografik, ein Tochterunternehmen der Nachrichtenagentur dpa, Medien, Unternehmen, Regierungen, Verbände und Bildungseinrichtungen mit spannenden Schaubildern zu den große
Schlechte Luft in Reutlingen: Deutsche Umwelthilfe klagt erneut gegen Baden-Württemberg ...
Baden-Württemberg verzögert längst überfällige Maßnahmen zur Luftreinhaltung in Reutlingen und gefährdet dadurch die Gesundheit von Bürgerinnen und Bürgern - Antrag auf Zwangsvollstreckung gegen das Regierungspräsidium Tübingen - DUH fordert ein Lkw-Durchfahrtsverbot, die Nachrüstung
BMVI und AGFS NRW suchen die besten Fotos zum Motto "Generation Fahrrad" ...
Der Startschuss zum fünften Fotowettbewerb des Deutschen Fahrradpreises ist gefallen. Unter dem Motto 'Generation Fahrrad' können Profi- und Amateur-Fotografen in den Kategorien "PRO" und "FUN" bis zum 24. Januar 2016 auf www.der-deutsche-fahrradpreis.de ihre kreati
BKK24 fordert: Olympia-Milliarden in Breitensport investieren ...
Rund 21.000 Stimmen fehlten am Ende, um die einfache Mehrheit zu erreichen. Doch so knapp das Ergebnis auch ausfiel, das Votum ist eindeutig: Die Hamburger Bürger haben sich mit 51,6 Prozent gegen eine Olympia-Bewerbung entschieden. Die Sportentwicklung sollte von dem Großereignis profitieren,




