KfW-ifo-Mittelstandsbarometer: Optimistisches Konjunkturbild für Deutschland
ID: 1296420
- Mittelständisches Geschäftsklima dank besserer Erwartungen im
Plus
- Geschäftsklima der Großunternehmen auf Jahreshoch
- Umfassende Aufhellung der Beschäftigungspläne unterstreicht den
wachsendenden Optimismus der Firmen
Die deutschen Mittelständler blicken mit wachsendem Optimismus auf
das kommende Jahr. Das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer belegt:
Die Geschäftserwartung der kleinen und mittleren Unternehmen
verbessert sich im November um 1,8 Zähler auf 10,9 Saldenpunkte und
bestätigt damit erneut den inzwischen gut einjährigen Aufwärtstrend.
Die Urteile zur aktuellen Geschäftslage bleiben mit 25,9
Saldenpunkten auf dem gleichen guten Niveau wie im Vormonat. Besser
als jetzt bewerteten die Firmen ihre Lage zuletzt vor anderthalb
Jahren. Insgesamt klettert das mittelständische Geschäftsklima im
November auf 18,5 Saldenpunkte (+ 0,9 Zähler gegenüber dem Vormonat).
"So gut war die Stimmung in den kleinen und mittleren Unternehmen
noch nie in dem bald zu Ende gehenden Jahr", betont Dr. Jörg Zeuner,
Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe.
Wie im Mittelstand notiert auch das Geschäftsklima der
Großunternehmen im November auf einem neuen Jahreshoch (+0,8 Zähler
auf 14,8 Saldenpunkte). Während sich die Urteile der großen Firmen
zur aktuellen Geschäftslage um 1,1 Zähler auf 22,6 Saldenpunkte
verbessern, legen deren Erwartungen um 0,5 Zähler auf 6,7
Saldenpunkte zu.
Besonders die konjunkturell wichtige Großindustrie knüpft wieder
an die gute Stimmung im vergangenen Frühjahr an (+2,7 Zähler auf 13,4
Saldenpunkte). "Angesichts der sehr hohen Bedeutung des
internationalen Geschäfts für die großen Industriefirmen sehen wir
unsere Einschätzung bekräftigt, dass sich der Aufschwung in der
Eurozone im kommenden Jahr mit etwas höherem Tempo fortsetzt und die
zuletzt schwächelnde Konjunktur in den Schwellenländern allmählich
anzieht", sagt Zeuner.
Der Beschäftigungsaufbau am Arbeitsmarkt bleibt die tragende Kraft
der Binnenkonjunktur. Besonders kräftig korrigieren die
Großunternehmen ihre Einstellungsabsichten nach oben: Mit +3,0
Zählern - dem 1,7-fachen einer üblichen Monatsveränderung - steigen
die Beschäftigungserwartungen der großen Unternehmen auf 9,7
Saldenpunkte und bügeln somit die vergleichsweise schwache Phase in
den vorangegangenen drei Monaten auf einen Schlag nahezu aus.
Demgegenüber erhöhen sich die Beschäftigungserwartungen im
Mittelstand zwar nur minimal um 0,1 Zähler auf 10,7 Saldenpunkte;
allerdings wurden sie in den zurückliegenden zwölf Monaten nahezu
kontinuierlich nach oben gesetzt. "Die umfassende Aufhellung der
Beschäftigungspläne beider Unternehmensgrößenklassen unterstreicht
den wachsenden Optimismus der Firmen - denn nur wer an den Aufschwung
glaubt erweitert seine Kapazitäten und stellt neues Personal ein", so
Zeuner. Insgesamt zeichne das KfW-ifo-Mittelstandsbarometer ein
positives Konjunkturbild für Deutschland und untermaure so die
optimistische Prognose von KfW Research für 2016: Ein Realwachstum in
Deutschland von 2,0 % im kommenden Jahr sowie eine Inflationsrate,
die sich Ende 2016 wieder der Zielmarke der EZB von 2 % annähert.
Das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer November 2015 ist
abrufbar unter: www.kfw.de/mittelstandsbarometer.
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KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt
Kommunikation (KOM), Christine Volk,
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Datum: 07.12.2015 - 10:19 Uhr
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