RiskMap 2016: Flüchtlingskrise und Terrorismus sind die größten Bedrohungen für Europas Wirtschaft
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koordinierten Umgang mit den beiden großen Risiken des kommenden
Jahres: der gestiegenen terroristischen Bedrohung und der
Flüchtlingskrise. Die Flüchtlingskrise wird auch 2016 nur schwer
gelöst werden und der potentielle politische und wirtschaftliche
Schaden für die Europäische Union ist eines der größten Risiken für
2016. Dies ist eine der Kernaussagen der RiskMap 2016, heute
veröffentlicht von der globalen Risikomanagementberatung Control
Risks. Die RiskMap bietet Unternehmen und öffentlichen Institutionen
einen detaillierten Einblick in politische und sicherheitsrelevante
Entwicklungen des kommenden Jahres.
Wirtschaftsrisiko Nr. 1 für Europa: Diskussion der
Flüchtlingskrise im Zusammenhang mit Terrorismus.
Die hohe Anzahl an Flüchtlingen allein wird die EU nicht ins
Wanken bringen. Die Bedrohung für Europas Wirtschaft entsteht, wenn
die Themen Flüchtlinge und Terrorismus vermischt werden. Sollten
diese Art der Diskussion und die hohen Flüchtlingszahlen anhalten,
führt dies zu weiterem Druck auf das Schengen-Abkommen - einige
Länder könnten dann einen Sonderweg beschreiten, Grenzkontrollen
einführen und verstärken sowie ihre Nachbarländer beeinflussen es
ihnen gleichzutun. Für Europas Wirtschaft mit grenzüberschreitenden
Wertschöpfungsketten und in Teilen einer Just-In-Time-Produktion
stellt dies ein größeres Risiko dar, als es der Austritt eines (oder
mehrerer) Mitgliedsländer der EU jemals war.
Top 5 der globalen Risiken:
- Terrorismus und Islamischer Staat (IS): Die Anschläge in Beirut,
Paris und Ankara haben gezeigt, dass der IS nicht nur fähig ist in
seinem Kerngebiet Syrien zu agieren, sondern auch weit außerhalb.
Control Risks ist dennoch der Meinung, dass in 2016 der IS vor allem
sein Ziel verfolgen wird, die Positionen in Syrien und im Nordwesten
des Iraks auszubauen und seine Version eines Kalifats im Nahen Osten
zu etablieren.
- Bürgerkrieg in Syrien: Die Entwicklungen in Syrien und die
Reaktionen der Internationalen Gemeinschaft müssen 2016 genau
beobachtet werden. Russlands Beteiligung in dem Konflikt wird 2016
weitergehen und damit Einfluss auf dessen Ausgang nehmen. Auch die
Reaktionen von Saudi-Arabien und dem Iran in Kombination mit deren
Kampf um Vormachtstellung im Nahen Osten werden eine Rolle spielen.
- Cyber-Risiken: Kompromittierung von Hardware, staatliche
Spionage und kriminelle Angriffe sind die Top 3 Cyber-Risiken für
2016. Control Risks erwartet eine steigende Anzahl an Nationen, die
im Bereich Cyber-Spionage tätig werden. Die Angriffe und deren
negative Auswirkungen werden zunehmen.
- Zukunft der EU: Die EU hat in den letzten Jahren eine große
Anzahl an Krisen absorbieren müssen: die Schuldenkrise Griechenlands,
Russlands Annexion der Krim und Intervention in der Ost-Ukraine,
sowie die noch andauernde Flüchtlingskrise. Die Angriffe in Paris
haben die EU in Unruhe versetzt und Luftangriffe Frankreichs in
Syrien ausgelöst. Es bleibt abzuwarten, wie die EU auf die weiteren
Entwicklungen in 2016 reagieren kann und wird.
- Chinas 6%-Realität: Unsicherheit über Chinas Fähigkeit sich an
die neue 6%-Wachstum-Ära anzupassen, führt dazu, dass viele
Unternehmen ihre Tätigkeiten in China kritischer hinterfragen als in
den vergangenen Jahren.
Michael Müller, Director Control Risks Deutschland GmbH,
kommentiert die Ergebnisse:
"Der schnelle Wandel unserer Zeit birgt ganz eigene Risiken und
verunsichert Unternehmen, die unflexibel und nicht auf diese
vorbereitet sind. Egal ob der stetige Machtkampf zwischen Ost und
West, die Unsicherheit über zukünftige Rohstoffpreise, die
beunruhigende Entwicklung des IS, Chinas neue 6%-Realität oder die
exponentiell zunehmenden Cyber-Angriffe - um als Unternehmen
erfolgreich zu sein, muss man auf Unerwartetes vorbereitet sein.
Es wäre jedoch zu einfach zu behaupten, dass die Welt nie zuvor so
unsicher, unruhig oder riskant war. Unternehmen und Investoren dürfen
nicht vergessen, dass trotz aller Risiken, die 2016 bereithält, die
Welt schon immer unvorhersehbar war. 2016 ist also keine Ausnahme und
die Chancen sollten stets im Auge behalten werden."
Pressekontakt:
Control Risks
Friederike Brinker
Marketing Director Europe & Africa
friederike.brinker@controlrisks.com
+49 30 533 288 55
+49 173 619 54 66
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Datum: 14.12.2015 - 11:28 Uhr
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