Rheinische Post: Kommentar /
Tour de Geisel
= Von Michael Bröcker
ID: 1303149
wieder auch dopenden) Hochgeschwindigkeitssportlern halten, was man
will. Die Tour de France ist zweifellos das wichtigste Radrennen der
Welt und eine der publikumsträchtigsten Sportveranstaltungen. Für die
angebliche Sportstadt Düsseldorf, die derzeit von einer
chaotisch-trüben Zweitligafußballmannschaft und einem ansprechenden
Eishockeyteam repräsentiert wird, ist das eine große Chance. Der
Langlauf-Weltcup 2011 war das letzte internationale Ereignis in der
Landeshauptstadt. Das sagt doch alles. Dass die Tour de France also
im Sommer 2017 am Düsseldorfer Rheinufer startet, ist eine echte
Chance für die Stadt, sich als weltoffene, sympathische und
sportbegeisterte Metropole zu präsentieren. Oberbürgermeister Thomas
Geisel, der unbedingt das Scheinwerferlicht wollte und bei der
hauchdünnen Mehrheit im Rat Stimmen der Rechten bekam, hat allerdings
ein Versprechen gegeben, das er wird halten müssen. Er will den
Zuschussbedarf der Stadt, geschätzt nach Steuereinnahmen rund sechs
Millionen Euro, komplett durch Sponsorengelder hereinholen. Darauf
werden die Kritiker, die Geisel lautstark als kleinmütig abkanzelte,
pochen. Zu Recht.
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Datum: 22.12.2015 - 20:42 Uhr
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