neues deutschland: Dopingexperte Hajo Seppelt fordert Ausschluss aller russischen Sportler von Olympischen Spielen in Rio
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fordert, dass keine russischen Sportler bei den Olympischen
Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro antreten dürfen. "Ich bin der
Auffassung, dass sie nicht teilnehmen sollten. Es ist überhaupt nicht
möglich, innerhalb von sechs Monaten eine solche Kultur des Dopings
im größten Land der Welt zu verändern. Man muss ein Exempel
statuieren, damit die Welt weiß, dass es Konsequenzen hat, wenn man
sich in einem solchen Ausmaß nicht an die Regeln des Sports hält.
Dann kann man auch nicht mehr an großen Meisterschaften teilnehmen",
sagte Seppelt im Gespräch mit der in Berlin erscheinenden
Tageszeitung "neues deutschland" (Dienstagausgabe). Gleichzeitig geht
er jedoch nicht davon aus, dass es zu einem solchen
Komplettausschluss kommen wird. "Die Männerfreundschaft von Wladimir
Putin und Thomas Bach wird schon dafür sorgen, dass alle Hebel in
Bewegung gesetzt werden, um den Ausschluss der russischen
Leichtathleten zu verhindern. Wenn allerdings stimmt, dass durch die
russische Politik Geld an Lamine Diack geflossen ist, dann müssten
nicht nur die russischen Leichtathleten ausgeschlossen werden,
sondern das gesamte Land", so Seppelt über die jüngsten
Anschuldigungen gegen den ehemaligen IAAF-Präsidenten. Bach sei der
Erste, der den Finger hebt, wenn politisch auf ein Nationales
Olympisches Komitee Einfluss genommen werde. "Kuwait wurde deshalb
gerade jetzt suspendiert. In dem viel schlimmeren Fall Russlands wäre
es nur konsequent, genauso zu handeln", sagte Seppelt.
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Datum: 29.12.2015 - 05:15 Uhr
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