Umfrage: Mittelstand will 2016 kräftig investieren und zusätzliche Mitarbeiter einstellen / Ohoven: Bundesregierung muss jetzt Investitionen durch Reformen fördern
ID: 1303967
und Beschäftigung in Deutschland. Die Unternehmer gehen mit
Optimismus in das neue Jahr, trotz einer weltwirtschaftlich
schwierigen Lage." Dies erklärte Mario Ohoven, Präsident des
Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), bei der
Vorstellung einer aktuellen, repräsentativen Unternehmerumfrage bei
der Bundespressekonferenz in Berlin.
Ungeachtet der weltweiten Krisen gehen laut Umfrage rund 62
Prozent (2014: 49 Prozent) der Unternehmer für 2016 von einem
anhaltenden Aufschwung in Deutschland aus. Dagegen sehen 38 Prozent
(2014: 51) unser Land auf dem Weg in die Rezession. "Allergrößte
Sorgen", so Ohoven, bereite nach wie vor der Fachkräftemangel. Wie
ein Jahr zuvor haben über 87 Prozent der Mittelständler
Schwierigkeiten, offene Positionen zu besetzen. Fast 35 Prozent
(2014: 31) der Betriebe mussten mangels Mitarbeitern sogar schon
Aufträge ablehnen. Dass Flüchtlinge zur Lösung des Fachkräfteproblems
beitragen, halten fast 70 Prozent der Unternehmer für
unwahrscheinlich bis ausgeschlossen. Der BVMW-Umfrage zufolge
schätzen 94 Prozent (2014: 91) der Klein- und Mittelbetriebe ihre
momentane Geschäftslage als befriedigend oder besser ein, 63 Prozent
(2014: 57) sogar als gut und besser. Gut 38 Prozent (2014: 37)
erwarten noch höhere Umsätze in den kommenden zwölf Monaten. Vier von
zehn Unternehmern planen in 2016 ebenso große Investitionen wie in
diesem Jahr, rund 34 Prozent (2014: 29) wollen mehr investieren als
in den vergangenen zwölf Monaten.
Die Bundesregierung müsse angesichts eines Investitionsstaus von
100 Milliarden Euro jetzt Investitionen fördern, so Ohoven, sonst
drohten ein Know-how-Verlust und weitere Standortnachteile. Zu den
notwendigen Reformen gehören ein Wagniskapitalgesetz für innovative
Klein- und Mittelbetriebe, eine steuerliche Forschungsförderung wie
in 27 von 34 OECD-Ländern und die Abschaffung der Erbschaftsteuer.
Entscheidend seien Investitionen in die (digitale) Zukunft. In diesem
Zusammenhang forderte der Mittelstandspräsident ein Sonderprogramm
"Digitale Bildung", finanziert durch einen Prozentpunkt der
Mehrwertsteuer. Diese Forderung werde von neun von zehn
Mittelständlern mit getragen.
Überaus positiv wird die aktuelle Finanzierungssituation bewertet:
Rund 90 Prozent der Mittelständler vergeben die Schulnoten
befriedigend, gut oder sehr gut. Laut Umfrage planen rund 39 Prozent
(2014: 36), im kommenden Jahr zusätzliche Mitarbeiter einzustellen.
Rund 53 Prozent (2014: 55) wollen die Mitarbeiterzahl halten. "Damit
fungiert der Mittelstand auch 2016 wieder verlässlich als Jobmotor in
unserem Land. Wenn die Bundesregierung ihre Reform-Hausaufgaben
macht, wird 2016 ein gutes Jahr für den Mittelstand und damit für
Deutschland", betonte BVMW-Präsident Ohoven.
Pressekontakt:
BVMW Pressesprecher
Eberhard Vogt
Tel.: 030 53320620
Mail: presse@bvmw.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 29.12.2015 - 12:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1303967
Anzahl Zeichen: 3281
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Arbeit
Diese Pressemitteilung wurde bisher 685 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Umfrage: Mittelstand will 2016 kräftig investieren und zusätzliche Mitarbeiter einstellen / Ohoven: Bundesregierung muss jetzt Investitionen durch Reformen fördern"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
BVMW (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
So kann es nicht weitergehen: In seiner letzten Zusammenkunft des Jahres hat der Beirat Gesundheit des Bundesverbandes Der Mittelstand. BVMW nochmal eine maßgebliche Reform des deutschen Gesundheitssystems gefordert. "Die generellen Strukturprobleme unseres Gesundheitsbereichs sind durch die
BVMW: Vorschlag der Bundesregierung bremst den Ausbau der Erneuerbaren und nicht die Energiekosten ...
Die Bundesregierung hat die lang erwartete Formulierungshilfe für einen Gesetzentwurf zur Einführung einer Strompreisbremse vorgelegt. Für den Mittelstand enthält der Entwurf zahlreiche Hindernisse - sowohl im Hinblick auf schnelle Entlastungen als auch auf die Investitionskulisse beim Ausbau
Zum Tag des Lesens: Bildungsallianz fordert eine nationale Bildungsinitiative für Deutschland ...
Es ist wieder so weit: Hunderttausende Menschen im gesamten Bundesgebiet beteiligen sich am "Tag des Lesens" (18. November). Millionen Bücher werden verschenkt oder mit Leseempfehlung getauscht, regionale Bildungsinitiativen veranstalten zahlreiche Leseevents. "Doch trotz dieser en
Weitere Mitteilungen von BVMW
Fernstudienanbieter weiten Angebot an Online-Lehre aus (FOTO) ...
Zeit- und ortsunabhängiges Studieren liegt im Trend / WINGS reagiert auf steigendes Interesse für Online-Studium / Online-Infoveranstaltung am 26.01.2016 Fast 90 Prozent der großen deutschen Unternehmen setzen bereits e-Learning in der Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter ein oder
Jobchancen: Mitarbeiter 50+ werden künftig mehr gefragt sein ...
Die Nachfrage von Unternehmen und Organisationen nach Mitarbeitern in der Altersgruppe 50+ wird in den kommenden fünf Jahren steigen. Dabei wollen die einstellenden Firmen besonders von deren Erfahrungswissen, Marktkenntnis sowie Fachwissen profitieren. Diese Einschätzungen beruhen auf den Erge
BA-Presseinfo Nr. 65: Kindergelderhöhung in 2016 ...
Ab Januar 2016 wird das Kindergeld noch einmal erhöht. Ab 1. Januar 2016 wird das Kindergeld um monatlich 2 Euro erhöht. Rückwirkend zum Januar 2015 wurden die Kindergeldbeträge in einem ersten Schritt angehoben. Die jetzige Erhöhung bedeutet, dass für das 1. und 2. Kind jeweils 190 Eur
Randstad Arbeitsbarometer Q4/2015: Deutschlands Arbeitnehmer gehen mit viel Optimismus ins neue Jahr (FOTO) ...
Die Arbeitnehmer in Deutschland blicken zuversichtlicher in die Zukunft als noch vor einem Jahr. 53 Prozent der Beschäftigten rechnen mit einem wirtschaftlichen Aufschwung in 2016 - ganze fünf Prozent mehr als im vergangenen Jahr, so das Ergebnis des Randstad Arbeitsbarometers. Noch positiv




