NRZ: Keine Nachsicht beiÜbergriffen - ein Kommentar von JAN JESSEN

NRZ: Keine Nachsicht beiÜbergriffen - ein Kommentar von JAN JESSEN

ID: 1305193
(ots) - Nachdem die Dimensionen der Übergriffe in der Kölner
Silvesternacht deutlich geworden sind, herrscht Entsetzen. Dutzende
Frauen werden im öffentlichen Raum Opfer sexueller Gewalt, ohne dass
die Polizei einschreitet. Der blanke Horror. Die Täter sind offenbar
nordafrikanische Zuwanderer, Mitglieder von organisierten Banden, die
seit geraumer Zeit im Bereich des Kölner Hauptbahnhofs ihr Unwesen
treiben. Diese Verbrecher müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Für
solche Übergriffe darf es kein Quäntchen Toleranz und Nachsicht
geben.

Die Ethnie der mutmaßlichen Täter kann keine Entschuldigung sein;
Kulturrabatte für Sexualstraftäter darf es nicht geben, auch wenn sie
aus Gesellschaften kommen sollten, in denen antiquierte, abwertende
Frauenbilder vorherrschen. Aber klar muss auch sein: Nicht Ethnien
begehen Verbrechen, sondern Straftäter. Die Übergriffe von Köln sind
aber Wasser auf die Mühlen von Fremdenhassern, die sich in all ihren
dumpfen Vorurteilen bestätigt fühlen und nach den Geschehnissen in
der Silvesternacht das Netz mit hasserfüllten Vernichtungs- und
Gewaltfantasien fluten.

Sexuelle Gewalt gegen Frauen ist kein kulturspezifisches Problem,
auch wenn das jetzt wieder von zig Bewahrern des Abendlandes
herbeigeredet wird. Sie findet täglich statt, auch in urdeutschen
Schlafzimmern. Wenn sie nur dann thematisiert wird, wenn Ausländer
die Täter sind, dann wird sie schändlich instrumentalisiert. Wer
erfahren will, welches rückständige Frauenbild manche deutschen
Männer haben, muss sich nur die Lieder anhören, die sie auf dem
Ballermann oder an Karneval grölen. Respektlosigkeit und sexuelle
Gewalt gegen Frauen sind gesellschaftliche Probleme. In den
Herkunftsländern von Migranten, aber eben auch in Deutschland.

Deswegen ist es - unabhängig von Köln - vonnöten, eine Kultur des


Respekts zwischen den Geschlechtern zu fördern, und das möglichst
schon im Kindergarten.

Zudem drängt sich die Frage auf, wie es in Köln überhaupt zu dem
Exzess kommen konnte, und wieso die Polizei, die nach eigenem
Bekunden "gut aufgestellt und präsent" vor Ort war, die massiven
Übergriffe erst Tage später einräumte, stattdessen in ihrem Bericht
am Neujahrsmorgen von einer "entspannten Einsatzlage" fabulierte.
Wenn aus einer Menge von angeblich 1000 Menschen heraus Dutzende
Straftäter stehlen, rauben, nötigen und - in einem Fall -
vergewaltigen können, ohne dass die Sicherheitskräfte einschreiten,
dann haben diese eklatant versagt. In Köln hat die Polizei selbst
einen rechtsfreien Raum geschaffen.



Pressekontakt:
Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung
Redaktion

Telefon: 0201/8042616

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  CGT-Gruppe: Gesellschafterversammlung im schriftlichen Umlaufverfahren Mitteldeutsche Zeitung: zu Vorfällen in Köln
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 05.01.2016 - 17:26 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1305193
Anzahl Zeichen: 2984

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Essen



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 334 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"NRZ: Keine Nachsicht beiÜbergriffen - ein Kommentar von JAN JESSEN"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

NRZ: Zahl der Ermittlungsverfahren wegen Polizeigewalt in NRW sinkt ...
In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Ermittlungsverfahren gegen Polizisten wegen mutmaßlich unzulässiger Gewaltausübung in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Das geht aus einer Antwort des NRW-Justizministeriums auf eine Anfrage der Neue Ruhr/Neue Rhein-Zeitung (NRZ, Freitagsausgabe und o

Seine Mission heißt: Ausgleich / NRZ-Kommentar von Jan Jessen zur Wahl des New Yorker Bürgermeisters ...
Ein erst 34-jähriger in Uganda geborener Sohn indischer Eltern wird in den kommenden Jahren als Bürgermeister die Geschicke der Metropole New York leiten. Zohran Mamdani, Muslim und erst seit sieben Jahren US-Bürger, hat eine Aufsteigergeschichte geschrieben, wie sie wohl nur in den USA möglich

NRZ: Zahl der freiwilligen Ausreisen von Asylbewerbern aus NRW ist deutlich gestiegen ...
Die Zahl der freiwilligen Rückkehrer aus Nordrhein-Westfalen ist in diesem Jahr deutlich gestiegen. Das geht aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ) hervor. Zwischen Januar und Oktober 2025 haben 2.122 Asylbewerberinnen und Asylbewerber das Land fr


Weitere Mitteilungen von Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung


Frankfurter Rundschau: FR-Kommentar zu denÜbergriffen in Köln ...
Manche glaube, die Übergriffe der Kölner Silvesternacht seien erst deshalb so spät so deutlich geschildert wurde, weil die mutmaßlichen Täter aus Nordafrika stammen sollen. Denn sicher: diese Feststellung ist Öl im Feuer der Rassisten. Doch die Sache aus politischen Gründen herunterzuspie

Berliner Zeitung: Kommentar zu den sexuellen Attacken in der Kölner Silvesternacht: ...
Ja, wir dürfen uns in Europa zugutehalten, dass die Beziehungen der Geschlechter mittlerweile in der Regel von Respekt geprägt sind, so dass sich Frauen frei und ohne Angst bewegen können. Wir wollen, dass auf diese Umgangsformen nicht nur in Migranten-Wegweisern durch die deutsche Leitkultur

Der Tagesspiegel: Asselborn zeigt Verständnis für schwedische Ausweiskontrollen / FDP-Europaabgeordneter Lambsdorff fordert schnelle Entscheidung zu EU-Grenzschutz ...
Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn hat in der Flüchtlingskrise Verständnis für die schwedischen Ausweiskontrollen gezeigt. "Ich verstehe, dass Schweden an einem Punkt angekommen ist, an dem das Land überlastet ist", sagte Asselborn dem "Tagesspiegel" (Mittwochausga

Der Tagesspiegel: Leiharbeit und Werkverträge: SPD warnt Union vor Wortbruch ...
Die SPD hat die Union davor gewarnt, die von Arbeitsministerin Andrea Nahles geplante Arbeitsmarktreform zu stoppen. "Wir haben im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD klar festgelegt: Missbrauch bei Werkverträgen und Leiharbeit muss verhindert werden", sagte die Vize-Vorsitzende der


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z