Arzneimitteltherapiesicherheit braucht Arzt und Apotheker
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bleibt die zentrale Aufgabe der Apotheker, unabhängig vom jeweiligen
Tätigkeitsfeld", sagte Dr. Andreas Kiefer, Präsident der
Bundesapothekerkammer (BAK), anlässlich der gestrigen Eröffnung des
internationalen Fortbildungskongresses pharmacon. Kiefer: "Wir
sollten dem Grundsatz der Qualitätssicherung folgen: Jeder soll das
tun, was er am besten kann. Ärzte sind die Experten für die Diagnose
und Therapie; Apotheker sind die Experten für
Arzneimittelversorgung." Die (haus-) arztzentrierte medizinische
Versorgung hält Kiefer für richtig und zukunftsweisend. "Aber es gibt
immer weniger Praxen für Allgemeinmedizin, und die verbleibenden
Hausärzte sollten nicht noch stärker belastet werden als bisher."
Das E-Health-Gesetz sieht vor, dass ab 2018 elektronische
Medikationspläne verfügbar sind. "Dieser Medikationsplan muss mehr
sein als eine Arzneimittelliste. Er ist nur dann nutzbringend für den
Patienten, wenn er das Resultat eines berufsübergreifenden
Medikationsmanagements ist", sagte Kiefer. "Es gibt keinen Vorrang
der ärztlichen Tätigkeit vor der Information und Beratung durch
Apotheker. Nur in der Ergänzung können die beiden Heilberufe die
Arzneimitteltherapiesicherheit gewährleisten. Das
Medikationsmanagement ruht auf zwei Säulen - Ärzten und Apothekern -
und beide Säulen müssen angemessen vergütet werden."
Die BAK wird Inhalte und Werkzeuge erarbeiten, um die
Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) weiter zu verbessern. Dazu
gehört unter anderem, dass die Apothekerkammern der Länder allen
berechtigten Apothekern elektronische Heilberufsausweise zur
Verfügung stellen werden. Diese Heilberufsausweise dienen dazu, die
Datensicherheit und den Patientennutzen der Medikationspläne zu
gewährleisten.
Weitere Informationen unter www.abda.de
Pressekontakt:
Dr. Reiner Kern, Pressesprecher, Tel. 030 40004-132, presse@abda.de
Dr. Ursula Sellerberg, Stellv. Pressesprecherin, Tel. 030 40004-134,
u.sellerberg@abda.de
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Datum: 18.01.2016 - 13:26 Uhr
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