Mineralöl-Nachweis durch Stiftung Warentest: foodwatch fordert Rückruf von Olivenölen
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Laboranalyse sind erneut Verunreinigungen von Lebensmitteln mit
potenziell krebserregenden aromatischen Mineralölen (MOAH)
nachgewiesen worden. Betroffen sind nach Angaben von Stiftung
Warentest sechs Olivenöle. Die Verbraucherorganisation foodwatch
forderte Hersteller und Händler auf, unverzüglich einen Rückruf der
Produkte zu veranlassen und ihren Verkauf zu stoppen.
- Potenziell krebserregende Substanzen im Olivenöl u.a. von Livio
- Auch Bio-Olivenöle von Alnatura und Mani Bläuel betroffen
- Belastete Produkte im Einzelhandel und z.B. bei Amazon
erhältlich
"Die Olivenöle stellen ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko dar.
Ihr Verkauf muss sofort gestoppt werden", erklärte Luise Molling von
foodwatch. Sie forderte gesetzliche Konsequenzen: "Angesichts des
x-ten Nachweises von gefährlichem Mineralöl in Lebensmitteln hat die
Bundesregierung zu erklären, warum sie noch immer Maßnahmen zum
Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher verweigert. Es ist
offensichtlich, dass die Lebensmittelbranche das Problem nicht im
Griff hat. Ernährungsminister Christian Schmidt muss sichere
Grenzwerte für Mineralölverunreinigungen festlegen - für die
besonders kritischen aromatischen Mineralöle muss Null-Toleranz
gelten."
Stiftung Warentest zufolge sind folgende Olivenöle mit den
potenziell krebserregenden und erbgutverändernden aromatischen
Mineralölen (MOAH) belastet:
- Alnatura Italienisches Oliven Öl nativ extra D.O.P. Dauno
Gargano g. U. (Bio)
- Gaea Region Kalamata Peleponnes Natives Olivenöl extra
- Herdade Paço do Conde Portugal Natives Olivenöl extra ("hoch
belastet")
- L'Estornell Arbequina-Picual Natives Olivenöl extra ("hoch
belastet", verkauft u.a. via Amazon)
- Livio Natives Olivenöl extra 100% griechische Koroneiki-Oliven
("hoch belastet")
- Mani Bläuel Kalamata g. U. Olivenöl nativ extra (Bio, "hoch
belastet")
Alle (!) 26 getesteten Olivenöle waren den Testern zufolge mit
gesättigten Mineralölen (MOSH) kontaminiert die sich im Körper
anreichern und Organe schädigen können. Der vollständige Test soll im
Februar-Heft der Zeitschrift "test" veröffentlicht werden.
Zuletzt hatte die Marke "Lafer. Lecker. Leben" im Januar wegen
hoher MOAH-Werte den Verkauf einer Pfeffer-Spezialität
("Malabar-Pfeffer schwarz") gestoppt. Ebenfalls im Januar kritisierte
Ökotest Dr.-Oetker-Produkte aufgrund von MOSH-Belastungen. Im
Dezember 2015 wurde aufgrund von Analysen des bayerischen
Landesgesundheitsamtes bekannt, dass mehrere
Schokoladen-Adventskalender mit MOSH und MOAH verunreinigt waren.
Zuvor hatte foodwatch Ende Oktober die Ergebnisse eines umfangreichen
Labortests mit 120 Produkten aus Deutschland, Frankreich und den
Niederlanden veröffentlicht. In Deutschland waren demnach 31 von 42
Produkten (74 Prozent) mit gesättigten Mineralölen (MOSH)
verunreinigt. Jedes fünfte getestete Lebensmittel (9 von 42) war
zudem mit den besonders kritischen aromatischen Mineralölen (MOAH)
belastet.
Link:
E-Mail-Aktion für einen besseren Schutz vor Mineralölbelastungen
unter www.mineraloel-aktion.foodwatch.de
Quellen und weiterführende Informationen:
- Stiftung Warentest zum Olivenöltest:
www.tinyurl.com/stiwa-oliven
- Öko-Test zu Dr. Oetker: www.tinyurl.com/oekotest-oetker
- Testergebnisse foodwatch: www.mineraloel-test.foodwatch.de
- Presseerklärung zum Verkaufsstopp der Lafer-Pfefferspezialität:
www.tinyurl.com/pm-lafer
- LGL Bayern zur Adventskalender-Untersuchung:
www.tinyurl.com/advent-bayern
- foodwatch-Hintergrundpapier Mineral-Öl:
www.mineraloel-hintergrund.foodwatch.de
- Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zu Mineralöl:
http://tinyurl.com/ovgvtkz
Pressekontakt:
foodwatch e.v.
Martin Rücker
presse@foodwatch.de
Tel.: +49 (0)30 / 24 04 76 - 2 90
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Datum: 28.01.2016 - 10:03 Uhr
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