Bei Lungenerkrankung Entzündung bekämpfen
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Exazerbationen verschlechtern die Prognose
Foto: Fotolia / Minerva Studio(firmenpresse) - sup.- Kaum in der Bevölkerung bekannt trotz ihrer katastrophalen Folgen: Die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die weltweit dritthäufigste Todesursache nach Herzinfarkt und Schlaganfall. Die Prognose dieser irreversiblen Atemwegserkrankung, bei der zunehmend Lungengewebe verloren geht, wird vor allem durch die Rate der Exazerbationen bestimmt. So werden akute Atemnot-Attacken genannt, die meistens einen Krankenhausaufenthalt notwendig machen.
Grundsätzlich ist die COPD eine entzündliche Erkrankung, bei der die kleinen Atemwege eine besondere Rolle spielen. Die medikamentöse Bekämpfung dieser Entzündungsprozesse, die maßgeblich die Anzahl der Exazerbationen provozieren, steht deshalb bei der Therapie von Patienten mit fortgeschrittener COPD (Stadien C und D) im Vordergrund. Studien haben jetzt jedoch gezeigt, dass auch schon in früheren Stadien dieser Lungenerkrankung eine erhöhte Gefahr von Atemnot-Attacken möglich ist. Aufgabe der Ärzte ist es deshalb, durch gezielte, regelmäßige Befragung zu ermitteln, welche Patienten von einer Exazerbations-Prophylaxe profitieren. Auch bei dieser Risikogruppe sollte laut Dr. Thomas Voshaar (Ärztlicher Direktor des Krankenhauses Bethanien in Moers) überdacht werden, ob die Behandlung nur mit bronchienerweiternden Substanzen ausreichend ist oder ob sie nicht ebenfalls zusätzlich mit entzündungshemmenden Wirkstoffen (Kortikosteroiden) therapiert werden sollten. Der Vorzug ist dabei Kombinationspräparaten zu geben, die bronchienerweiternde sowie antientzündliche Medikamente in extrafeinen Partikeln enthalten, mit denen auch die kleinen Atemwege erreicht werden.
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Datum: 09.02.2016 - 13:00 Uhr
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