Weser-Kurier: Kommentar von Maren Benekeüber den Stahlgipfel in Bremen
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verstehen, wenn Politiker, Gewerkschafts- und Unternehmensvertreter
aus Bremen eine gemeinsame Erklärung zur Lage der Stahlindustrie
abgeben. Nicht mehr und nicht weniger. Denn seien wir mal ehrlich:
Wird dieses Papier jemals in die Hände derer geraten, an die es sich
eigentlich richtet? Dass der Präsident der Europäischen Kommission
den Appell tatsächlich liest, darf bezweifelt werden. Aber darum geht
es auch gar nicht. Sondern es geht darum, Flagge zu zeigen. Und damit
ist Bremen längst nicht allein. In vielen anderen Bundesländern, ja
sogar europaweit, machen Stahlhersteller im Schulterschluss mit
Politik und Gewerkschaften darauf aufmerksam, dass es so, wie es
jetzt ist, für den Industriezweig nicht weitergehen kann. Der Ruf ist
laut, und er wird immer lauter. So laut, dass sich zuletzt auch
Bundeswirtschaftsminister Gabriel und seine Amtskollegen mit einem
eigenen Schreiben an die EU gewandt haben. Ein erster Erfolg. Dass
Bremen nun in dieses Konzert mit einstimmt, wird einen - wenn auch
kleinen - Teil dazu beitragen, der Stahlindustrie mehr Gehör zu
verschaffen. Und nichts tun, hat bekanntermaßen noch nie etwas
gebracht.
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Datum: 09.02.2016 - 20:40 Uhr
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