Rosemann (SPD):Ältere Fachkräfte länger im Erwerbsleben halten
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Während durch den demografischen Wandel in den kommenden Jahren
überproportional viele Fachkräfte aus dem Berufsleben ausscheiden
werden, steigt die Zahl jüngerer Menschen dank der Zuwanderung
deutlicher als erwartet an. Aus beiden Entwicklungen ergeben sich
mehrere große Aufgaben: die Finanzierung der Renten, die Deckung des
Fachkräftebedarfs sowie Ausbildung und Integration der Zuwanderer.
"Diesen großen Herausforderungen kann nur ein leistungsfähiges
Wirtschafts- und Gesellschaftssystem erfolgreich begegnen," so der
wissenschaftliche Leiter des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln,
Dr. Hubertus Bardt.
Im Rahmen einer Dialogveranstaltung der Initiative Neue Soziale
Marktwirtschaft (INSM) erläuterte Dr. Bardt heute in Berlin, wie die
Politik auf die großen Aufgaben reagieren sollte, vor denen
Deutschland derzeit steht. Zentral sei dabei der Erhalt der
Leistungsfähigkeit. Bardt: "Die Stärkung des Forschungs- und
Innovationsstandorts Deutschland muss mit hohem Tempo weitergehen.
Ebenso braucht es Verbesserungen bei der Kinderbetreuung, um mehr
Müttern und Vätern die Rückkehr an den Arbeitsplatz zu erleichtern.
Gleichzeitig dürfen bewährte Flexibilisierungsinstrumente wie die
Zeitarbeit nicht geschwächt werden."
Dr. Martin Rosemann, MdB (SPD), ergänzte die Forderungen: "Um den
Fachkräftebedarf zu befriedigen und Fachkräftemangel
entgegenzuwirken, müssen wir verschiedene Potenziale nutzen: Dazu
gehört, in die zu uns geflüchteten Menschen genauso zu investieren
wie in Langzeitarbeitslose, benachteiligte Jugendliche,
Alleinerziehende und Geringqualifizierte. Und dazu gehört, dass wir
durch flexible Renteneintrittsmodelle ältere Fachkräfte länger im
Erwerbsleben halten."
Der Geschäftsführer der INSM, Hubertus Pellengahr, appellierte an
die Politik, sich mehr auf die Soziale Marktwirtschaft zu verlassen
und weniger auf Regulierung und Bürokratie zu setzen. "Mit Sozialer
Marktwirtschaft haben wir den Wiederaufbau und die Wiedervereinigung
gemeistert und die Wirtschaftskrise 2008/2009 gut überstanden. Wenn
die Wirtschaft stark ist, wenn also Unternehmen, Beschäftigte und
Staat erfolgreich zusammenarbeiten, dann ist das gut für alle," so
Pellengahr zum Abschluss der Veranstaltung.
Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie zahlreiche Fotos
finden Sie unter www.insm.de.
Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ist ein
überparteiliches Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.
Sie wirbt für die Grundsätze der Sozialen Marktwirtschaft in
Deutschland und gibt Anstöße für eine moderne marktwirtschaftliche
Politik. Die INSM wird von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und
Elektro-Industrie finanziert.
Pressekontakt:
Florian von Hennet, Tel. 030 27877-174; hennet@insm.de
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Datum: 24.02.2016 - 08:34 Uhr
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