Landtagswahlen am 13.3.: Rechte von Menschen mit Behinderungen entschlossen auf die politische Agenda setzen
ID: 1332138
Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt am kommenden Sonntag fordert das
Deutsche Institut für Menschenrechte die Gewinner der Wahlen dazu
auf, die UN-Behindertenrechtskonvention mit mehr Nachdruck
umzusetzen. "Künftige Landesregierungen müssen die Rechte von
Menschen mit Behinderungen noch deutlicher zum Maßstab ihres
Regierungshandelns machen. Die Umsetzung der
UN-Behindertenrechtskonvention muss entschlossener auf der
politischen Agenda gesetzt werden", erklärte Valentin Aichele, Leiter
der Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention des Instituts.
Dass die Landesregierungen den Menschenrechten von Menschen mit
Behinderungen einen höheren Stellenwert einräumen sollten, fordern
auch die Vereinten Nationen. Sie hatten 2015 die Umsetzung der
UN-Konvention in Deutschland überprüft und weitreichende Kritik an
der Politik der Bundesländer geäußert. Kritisiert wurde
beispielsweise der geringe Anteil von Menschen mit Behinderungen in
der allgemeinen Schule, der geringe Anteil an Beschäftigung auf dem
ersten Arbeitsmarkt, die vielen Hürden bei der Mobilität oder der
Mangel an barrierefreiem Wohnraum.
Die Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention
veröffentlichte heute eine Auswertung aller geltenden
Koalitionsvereinbarungen. "Es ist grundsätzlich erfreulich, dass
bereits fast alle derzeit gültigen Koalitionsverträge ausdrücklich
auf die UN-Behindertenrechtskonvention Bezug nehmen", sagte Aichele.
Dies gelte es aber auszubauen und in allen Lebens- und
Politikbereichen gezielte, konkrete und wirksame Maßnahmen zur
Verwirklichung der Rechte von Menschen mit Behinderungen zu
ergreifen.
Das Institut ist mit dem Monitoring der Umsetzung der
UN-Behindertenrechtskonvention betraut worden und hat hierfür die
Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention eingerichtet. Es hat
gemäß der UN-Konvention (Artikel 33 Abs. 2 UN-BRK) den Auftrag, die
Rechte von Menschen mit Behinderungen zu fördern, zu schützen und die
Umsetzung der Konvention in Deutschland zu überwachen.
Weitere Informationen
Auswertung der Koalitionsvereinbarungen in Bund
und Ländern
http://ots.de/XdVDw
UN-Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen:
Abschließende Bemerkungen über den ersten Staatenbericht Deutschlands
http://ots.de/8TNnI
Pressekontakt:
Ute Sonnenberg
Telefon: 030 25 93 59 - 453
E-Mail: sonnenberg@institut-fuer-menschenrechte.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 11.03.2016 - 09:32 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1332138
Anzahl Zeichen: 2773
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Menschenrechte
Diese Pressemitteilung wurde bisher 400 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Landtagswahlen am 13.3.: Rechte von Menschen mit Behinderungen entschlossen auf die politische Agenda setzen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Deutsches Institut für Menschenrechte (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der Gesetzentwurf zur Stärkung der strafrechtlichen Verfolgung des Menschenhandels und der sexuellen Ausbeutung enthält wichtige Neuregelungen, um die Strafverfolgung zu stärken. Er bleibt jedoch in zentralen Bereichen hinter den Anforderungen an einen wirksamen Betroffenenschutz zurück. Deutsch
Bundesweite Elternbefragung: Mehrheit der Eltern wünscht sich inklusive Bildung ...
Deutschland gehört zu den Ländern mit der höchsten Exklusionsquote in Europa: Die Zahl der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf ist in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen. 60 Prozent dieser Kinder finden sich in Förderschulen wieder. Dabei lehnen 82 Prozent der Eltern schulpfl
Sozialstaatsreformen: Menschenrechtliche Verpflichtungen sind keine Verhandlungsmasse ...
Zur Debatte über Sozialstaatsreformen und Kürzungen von Sozialleistungen anlässlich der Konferenz der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder im Kanzleramt am 25.06.2026 erklärt Michael Windfuhr, Stellvertretender Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte: "Die Komm
Weitere Mitteilungen von Deutsches Institut für Menschenrechte
Ein Mädchen flieht vor den Taliban - und landet als Flüchtlingskind bei einer Freisinger Familie ...
"Fahim" ist der dritte Roman des Autors Hans Montag, erschienen beim Persimplex Verlag. Hans Montag recherchierte dazu unter afghanischen Flüchtlingen und versuchte, sich in ihre Lebenswelt einzufühlen. Was bedeutet eine Flucht, vor allem allein für ein minderjähriges Mädchen? Vor was
OFID feiert 40 jähriges Bestehen Equal Dreams Medienkampagne - BILD ...
Der OPEC Fonds für Internationale Entwicklung (OFID) widmet sein 40-jähriges Jubiläum der aktuellen Flüchtlingssituation. "OFID hat sich dafür entschieden, dieses wichtige Jubiläum den Flüchtlingen zu widmen, um ein Bewusstsein für diese globale humanitäre Krise zu schaffen",
Winkelmeier-Becker: Einigung bei den Strafvorschriften zum Menschenhandel ...
Schutz der Zwangsprostituierten ist unser Anliegen Die Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und SPD konnten sich bei den Vorschriften zum Menschenhandel grundsätzlich einigen. Hierzu erklärt die rechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Elisabeth Winkelmeier-Becker: "Wi
Internationaler Frauentag / Jedes dritte Mädchen mit 18 verheiratet, jede Fünfte Mutter / Stiftung Weltbevölkerung: "Gleichberechtigung muss im Kindesalter anfangen" ...
Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März ruft die Stiftung Weltbevölkerung dazu auf, die gravierende Benachteiligung von Mädchen in Entwicklungsländern zu beenden: "Fast jedes dritte Mädchen ist in Entwicklungsländern schon vor seinem 18. Geburtstag verheiratet, und jedes




