RNZ: Reformbedarf
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Kassenbeiträge
Auch wenn Gesundheitsminister Hermann Gröhe versucht, das Problem
herunterzuspielen: Es ist durchaus wahrscheinlich, dass die
Zusatzbeiträge für die gesetzlich Versicherten auch in den kommenden
Jahren in ähnlichem Maße steigen werden, wie in diesem Jahr. Die
Ausgaben der Kassen werden durch den medizinischen Fortschritt und
die demographische Entwicklung zwangsläufig weiter in die Höhe gehen.
Die Möglichkeiten der Politik, diesen Kostenanstieg zu dämpfen, sind
begrenzt. Zwar verhandelt die Regierung derzeit mit den Pharmafirmen
über Rabatte. Auch drängen die Kassen seit Langem darauf,
Überkapazitäten in Kliniken abzubauen. Substanzielle Einsparungen
könnten kurzfristig aber wohl nur durch Einschnitte in die
medizinische Versorgung der gesetzlich Versicherten gelingen - die
die Zwei-Klassen-Medizin verstärken würden. Es bleibt daher nur die
Möglichkeit, die Einnahmen der Kassen zu verbreitern. Die
Versicherten zahlen nun den Preis dafür, dass der Anteil der
Arbeitgeber am Krankenversicherungsbeitrag eingefroren wurde. Die
Rückkehr zur paritätischen Finanzierung wäre ein erster wichtiger
Schritt zur Entlastung. Mittelfristig wird die Regierung aber eine
Gesundheitsreform, die diesen Namen verdient, nicht mehr umgehen
können.
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Rhein-Neckar-Zeitung
Dr. Klaus Welzel
Telefon: +49 (06221) 519-5011
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Datum: 11.03.2016 - 20:20 Uhr
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