Deutsche sparen zu wenig - Trend zur Frühverrentung "kollektives Harakiri"

Deutsche sparen zu wenig - Trend zur Frühverrentung "kollektives Harakiri"

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(firmenpresse) - Düsseldorf - Wenn es um die Überwindung der deutschen Konjunkturkrise geht, geben Politiker und Wirtschaftsforscher häufig den gleichen Rat: Die Bürger sollen mehr konsumieren, ihr Geld nicht sparen, sondern ausgeben und so die Konjunktur beleben. Nach einem Bericht des Fachdienstes "Erfolg" der Düsseldorfer Unternehmensgruppe Investor und Treuhand http://www.investor-treuhand.de greift dieser Ratschlag zu kurz: "Wenn es nicht um die Konjunktur, sondern um die unabweisliche Rentenlücke geht, sagen Wirtschaftsforscher genau das Gegenteil: Die Bürger sparen zu wenig. So haben Finanzexperten errechnet, dass die Deutschen nur etwa ein Drittel des Betrages sparen, der zur Schliessung ihrer Rentenlücke notwendig wäre. Damit sorgen die Bürger hier zu Lande weniger für ihr Alter vor als die Einwohner anderer europäischer Länder, etwa die Österreicher", schreibt Erfolg. Die Mentalität, "irgendwer werde meine Rente schon bezahlen", werde sich im Alter bitter rächen, sagen Finanzexperten mit Blick auf die demographische Entwicklung. "Schliesslich sinkt nicht nur die Zahl der Beitragszahler, sondern die Menschen beziehen auf Grund der stetig steigenden Lebenserwartung immer länger ihr Ruhegeld - und haben auch weniger dafür gearbeitet. Noch immer ist in Deutschland die Frührente attraktiv und diejenigen, die immer länger arbeiten, werden sowohl in steuerlicher Hinsicht als auch durch die Ermittlung der Ansprüche aus der Sozialversicherung bestraft", moniert der Fachdienst Erfolg. Zwar sei den Einzelnen, die sich aufgrund der bestehenden Anreize individuell rational verhalten, kein Vorwurf zu machen, doch mit Blick auf die gesamte Gesellschaft sei der Trend zur Frühverrentung kollektives Harakiri. "Ein Blick über die Grenzen zeigt, wie es besser geht. In Schweden und Polen zum Beispiel hängt die Rentenhöhe massgeblich davon ab, wie lange jemand gearbeitet hat. Eher ungewöhnlich und moralisch fragwürdig ist dagegen eine Idee aus Grossbritannien. Dort werden Risikogruppen wie Raucher im Rahmen eines Grossversuchs finanziell belohnt - mit der makabren Begründung, sie würden dann schliesslich auch früher sterben", kritisiert Erfolg.



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Datum: 27.04.2004 - 09:09 Uhr
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