Quo vadis dezentrale Stromerzeugung?
In welche Richtung wird sich die Energiewende und die dezentrale Stromerzeugung bewegen? Werden sich dezentrale Stromerzeugungskonzepte in Zeiten von Direktvermarktung und Ausschreibung durchsetzen?

(PresseBox) - Definitiv leben wir derzeit in einer bewegten und energiepolitisch interessanten Zeit. Die im Rahmen der Energiewende und seiner konkreten Ausgestaltung anstehenden Gesetzesvorhaben darf man ohne Übertreibung als epochal bezeichnen.
Vor wenigen Wochen erst trat das KWK-Gesetz 2016 (http://www.kwkg2016.de) in Kraft. Derzeit können aber die Zulassungsanträge neuer KWK-Anlagen noch nicht beschieden werden, da noch keine beihilferechtliche Genehmigung seitens der EU-Kommission vorliegt.
Für die nächsten Wochen wurden zahlreiche neue Gesetze angekündigt.
Hierzu zählt u. a. das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2016), dessen Entwurf von den Interessenverbänden bereits als Bremsklotz der erneuerbaren Energien betitelt wurde.
Ebenfalls soll die Stromsteuer-Durchführungsverordnung in der Art geändert werden, dass der Begriff des räumlichen Zusammenhang bei der Stromsteuer-Befreiung massiv eingeschränkt wird. Dies würde die wirtschaftliche Situation dezentraler Stromerzeuger, die den Strom verbrauchernah und effizient ohne die üblichen Verteilverluste bereitstellen, erheblich verschlechtern.
Gemäß dem Referentenentwurf des Strommarktgesetzes sollen außerdem die Entgelte für die dezentrale Einspeisung (vermiedene Netzentgelte) ab 2021 abgeschafft werden.
Wendet sich die Neukonzeption der Energiewende gegen dezentrale Strukturen? Wie konnte dies passieren, da doch gerade dezentrale Technologien im Bereich erneuerbarer Energien und hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung die Energiewende in den Anfangsjahren vorangebracht und zu einer Demokratisierung der Energiewirtschaft geführt hatte.
Im Rahmen der Jahreskonferenz am 19./20. April 2016 im Dresdner Kongresszentrum (http://www.bhkw2016.de) wird Prof. Dr. Martin Maslaton in seinem Vortrag über die Direktvermarktung und Ausschreibung im (neuen) EEG sowie dem KWK-Gesetz 2016 berichten und sich mit den absehbaren Entwicklungen auseinandersetzen.
Dabei wird auch die Frage nach dem politischen Wille zum KWK-Ausbau und dem Ausbau erneuerbarer Energien aufgeworfen.
Seit 1999 informiert die BHKW-Infozentrum GbR (https://www.bhkw-infozentrum.de) auf zahlreichen Webseiten sowie in Fachzeitschriften über neue Technologien im Bereich alternativer und regenerativer Energieerzeugung mittels Blockheizkraftwerken (BHKW). Außerdem werden die Veränderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen für BHKW-Anlagen und Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) erläutert.
Seit dem 15. Oktober 2015 ist das neu gestaltete BHKW-Infozentrum online.
Ab Frühjahr 2016 wird eine BHKW-Datenbank mit komfortabler Suchfunktion auf der Seite BHKW-Beispiele.de (http://www.bhkw-beispiele.de) online sein.
Außerdem können Interessierte in dem BHKW-Kenndaten-Tool 2015 (http://www.bhkw-kenndaten.de) aus einer Datenbank von mehr als 1.300 KWK-Modulen die technischen Daten sowie die Investitionskosten der jeweils interessanten Leistungsgröße heraus suchen.
Nahezu wöchentlich werden über den derzeit größten internetbasierten BHKW-Newsletter mehr als 11.000 Abonnenten kostenlos informiert (www.bhkw-infozentrum.de/service/newsletter.html).
Im Socialmedia-Bereich posten die Fachleute des BHKW-Infozentrums aktuelle Meldungen auf Facebook (www.facebook.com/bhkw.infozentrum), auf Twitter (www.twitter.com/bhkwinfozentrum) sowie in der XING-Gruppe "Blockheizkraftwerke - Energieversorgung der Zukunft"´(https://www.xing.com/net/blockheizkraftwerke/).
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Datum: 15.03.2016 - 21:28 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1333842
Anzahl Zeichen: 3820
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Rastatt
Kategorie:
Energie & Umwelt
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